75. Verhandlungstag: Ex-Verteidiger als Zeuge: Christina Block ist nicht schuldig
Der frühere Anwalt von Christina Block, Otmar Kury, tritt als Zeuge im Prozess auf.
Wegen seiner Schweigepflicht darf er nur wenig sagen.
Eine Botschaft aber ist ihm wichtig.
Nach mehr als einem Jahr ist der Ex-Verteidiger von Christina Block, Otmar Kury , in einer neuen Rolle in den Prozess um die Entführung der Block-Kinder zurückgekehrt.
Im Landgericht Hamburg nimmt er auf dem Zeugenstuhl Platz.
Mit einem silbernen Koffer in der Hand schreitet der 70-Jährige im grauen Anzug mit Einstecktuch nach vorn, legt einen großen Stapel Papiere auf seinen Tisch.
Zu seiner früheren Mandantin, die er zu Prozessanfang im Juli 2025 immer „die Dame Block“ nannte, schaut er nicht.
Die 53 Jahre alte Unternehmerin ist angeklagt, nach einem erbitterten Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihren damals 10-jährigen Sohn und die damals 13 Jahre alte Tochter vom Wohnort des Vaters Stephan Hensel in Dänemark nach Deutschland zu entführen.
Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette Block House, Eugen Block, bestreitet das.
Block trennte nach wenigen Prozesstagen von ihrem Anwalt Kury Zu Beginn des Prozesses hatte Christina Block noch Kury und Ingo Bott als Verteidiger.
Bott war recht kurzfristig dazugekommen.
Doch schon kurze Zeit später trennte sich die Angeklagte von Kury. „Ich danke Herrn Rechtsanwalt Kury für seinen großen Einsatz“, teilte Block nach Angaben ihres zweiten Verteidigers Bott damals mit.
In der Erklärung von Block hieß es weiter: „Seit einiger Zeit habe ich allerdings festgestellt, dass unsere beiden Welten sehr unterschiedlich sind.
Mir ist daran gelegen, als der Mensch gesehen und gehört zu werden, der ich tatsächlich bin.
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