Einfach und traditionell: Italienische Wohlfühlküche: Vier Rezepte, die jede Nonna liebt
Wohlfühlküche ist Liebesbeweis und Tröster – die Italiener sind darin Meister.
Foodblogger Domenico Gentile reiste den traditionellen Gerichten nach: Vier Rezepte fürs Herz.
Ein Bissen vom richtigen Essen wirkt wie eine wohlige Umarmung.
Für den Berliner Sternekoch Tim Raue ist es das Butterbrot.
Perfekt erst, wenn es zentimeterdick ist und mit grobem Meersalz und Schnittlauch verfeinert, das ihn, wie er in der TV-Sendung „Kölner Treff“ erzählte, heimelig glücklich macht.
Und für den Vater von Domenico Gentile war es lange Zeit die Wurst.
Aufgewachsen in einem Dörflein in Kalabrien, der Zweite Weltkrieg war gerade vorbei, war bei der Großfamilie Schmalhans Küchenmeister.
Auf dem süditalienischen Land floss zu dieser Zeit nicht gerade der Champagner.
Gegessen wurde, was die Erde hergab – regional, saisonal, einfach.
Fleisch war in dieser „cucina povera“, der italienischen Armenküche, die Ausnahme.
Auch später noch, als der Vater des Foodbloggers in Deutschland längst eine neue Heimat gefunden und die Not hinter sich gelassen hatte, blieb er ein Kind seiner Zeit.
Wurst und Fleisch musste im Haus sein, gern in Massen. „Es waren aber vor allem industriell hergestellte Wurstwaren.
Sie waren scheinbar noch besser, wenn er sie günstiger kaufen konnte, also kurz vor Ablauf der Mindesthaltbarkeit“, schreibt Gentile in seinem Kochbuch „La Cucina Vegetariana“.
Der Vater habe das aber nicht etwa getan, weil er es sich nicht hätte anders leisten können, sondern weil Sparsamkeit für ihn zeitlebens ein Thema geblieben sei.
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