Dauerstress bei der Arbeit: Überlastet im Job: Sport und Achtsamkeit sind keine Lösung
Selbstoptimierung ist oft die Antwort auf Stress bei der Arbeit. Doch wenn die Strukturen überlasten, hilft die auch nicht mehr. Woran Beschäftigte erkennen, dass es zu viel wird und was dann zu tun ist.
Der Wecker klingelt, doch die Nacht hat kaum Erholung gebracht. Am Wochenende kreisen die Gedanken wieder um die Arbeit, und die Geduld reicht kaum bis zum Mittag. Häufen sich solche Muster, steckt oft mehr dahinter als nur eine stressige Phase im Job. Überlastung am Arbeitsplatz betrifft viele Beschäftigte - und kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.
Aber wie viel zu viel ist? Eine Frage hilft laut Gustav Wirtz, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, schnell bei der Einschätzung: "Kann ich mich regelmäßig erholen, meine Aufgaben bewältigen und Dinge erleben, die mir wichtig sind?" Gelingt das über längere Zeit nicht, sollten Beschäftigte handeln.
Gesundheitlich problematisch wird enorme berufliche Belastung, wenn neben anhaltender Erschöpfung auch körperliche Beschwerden auftreten: Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, ständige Infekte ohne erkennbare andere Ursache. Ebenso ernst zu nehmen sind psychische Anzeichen: Gereiztheit, innere Unruhe oder emotionale Leere, bei der man nur noch "funktioniert".
Im Arbeitsalltag zeigt sich Überlastung oft durch Konzentrationsprobleme, häufige Fehler, sinkende Motivation, Konflikte oder Rückzug. Aufmerksam sollten Sie auch werden, wenn Pausen nicht mehr gelingen, die Arbeit gedanklich rund um die Uhr präsent ist oder die Belastung ins Privatleben hineinwirkt.
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