Mühsame Suche nach Vermissten nach Sturzflut im Himalaya - Retter in Tibet abgezogen
Vier Tage nach der verheerenden Sturzflut mit hunderten Toten im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet haben die Einsatzkräfte unter erschwerten Bedingungen weiter nach möglichen Überlebenden gesucht.
In Nepal behinderten steigende Wasserpegel am Sonntag die Versuche der Rettungskräfte, vermutlich in einem Tunnel eingeschlossene Bauarbeiter zu befreien, wie die Regierung in Kathmandu mitteilte.
Die Rettungsarbeiten in Tibet mussten unterbrochen werden, weil sich infolge eines Erdrutsches ein neuer See gebildet hat.
Nach jüngsten Behördenangaben erhöhte sich die Opferzahl des Unglücks inzwischen auf insgesamt 768 Tote.
Mehr als 3000 Menschen werden demnach noch vermisst.
In Nepal kamen nach Angaben des Katastrophenschutzes mindestens 752 Menschen ums Leben, zudem gebe es 2502 Vermisste.
Im offiziell zu China gehörenden Tibet gab es laut chinesischen Staatsmedien mindestens 16 Todesopfer und 546 Vermisste.
Unter den Vermissten sind auch hunderte Ausländer.
Dazu zählen nach Angaben der nepalesischen Tourismusbehörde mindestens acht Deutsche.
Das Auswärtige Amt hatte am Freitag von einer „hohen einstelligen Zahl deutscher Staatsbürger unter den Vermissten“ gesprochen.
Die Rettungskräfte in der Region kämpften sich am Sonntag weiter durch Schlamm- und Geröllmassen.
Das Büro des nepalesischen Regierungschefs teilte am Sonntag mit, die Teams seien „anhaltendem Regen und schwierigen Bedingungen“ ausgesetzt gewesen.
Sie hätten dennoch die ganze Nacht ohne Unterbrechung gearbeitet, „um diejenigen zu suchen und zu retten, die möglicherweise eingeschlossen sind“.
Dabei setzten die Bergungsteams nach Angaben der Regierung auch hochentwickelte Suchkameras und spezielle Messgeräte ein.
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