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Kultur

Nick Wilder hat die Spaltung satt: Schauspieler verkauft sein Traumhaus

Stern ·
Nick Wilder hat die Spaltung satt: Schauspieler verkauft sein Traumhaus

Nick Wilder und Christine Mayn wollen ihre Ranch in Montana verkaufen.

Die politische Lage in den USA bereitet dem Paar Sorgen.

Nick Wilder (73) und seine Ehefrau Christine Mayn trennen sich von ihrem Anwesen in Montana.

Rund acht Hektar Land mit Blick auf die Rocky Mountains, fast 30 Jahre Lebenszeit: Das war lange der amerikanische Teil im Leben des ehemaligen „Traumschiff"-Schauspielers.

Neben veränderten privaten Umständen nennt Wilder in einem Interview mit „t-online“ vor allem einen Grund für den geplanten Verkauf: die politische Spaltung des Landes.

Patrioten bevorzugt Wie weit diese Spaltung reicht, bekam er nach eigener Aussage bei Umbauarbeiten an seiner Villa zu spüren.

Er bat einen befreundeten Amerikaner um Unterstützung und erhielt eine Absage, die ihn bis heute beschäftigt. „Ich habe eine Vielzahl von patriotischen Freunden, die auch meine Hilfe benötigen - diese werde ich bevorzugen“, habe der Mann geantwortet. „Für mich war das ein sehr persönliches Beispiel dafür, wie tief die politische Spaltung inzwischen bis in langjährige Beziehungen hineinreichen kann“, sagt er.

Mit Blick auf die Wahlen zum Repräsentantenhaus Anfang November schauen Wilder und Mayn mit Sorge auf die Entwicklung.

Beide fürchten, dass demokratische Institutionen und Freiheiten unter Druck geraten, die für sie immer zum Selbstverständnis der USA gehörten.

Rücke das Land „politisch noch weiter nach rechts“, wollen sie „nicht mehr dauerhaft in Amerika leben“.

Eine Rolle spielt dabei Wilders Familiengeschichte.

Im Roman „Vaterliebe“, den er mit dem amerikanisch-jüdischen Co-Autor Richard Opper schrieb, setzt er sich mit seinem 1998 gestorbenen Vater auseinander: Der war früh der SA beigetreten und diente später in der Waffen-SS.

Umso genauer registriert Wilder, was er heute in seiner Wahlheimat sieht - Hakenkreuzflaggen, Hitlergruß und eine Zunahme von antisemitischen Vorfällen. „Das erschüttert mich zutiefst und widerspricht allem, wofür ich stehe“, so Wilder.

Kaufpreis: 79.999 Dollar Ende der 1990er Jahre hatte Wilder das Grundstück gekauft, das früher zu einer Pferderanch gehörte.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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