Finanz-Hammer - Hansa Rostock baut 9,5 Millionen Schulden ab!
Finanzieller Befreiungsschlag bei Hansa Rostock! Der Drittligist hat seine Verbindlichkeiten gegenüber der Obotritia Capital KGaA innerhalb weniger Wochen von rund 12,5 Millionen auf nur noch drei Millionen Euro reduziert. Bis 2030 sollen auch die verbliebenen Verbindlichkeiten abgebaut sein.
Rolf Elgeti, Eigentümer der Obotritia Capital KGaA und strategischer Partner von Hansa, in einem Vereinsschreiben: „Im Mittelpunkt stand und steht für mich immer die Frage, was für Hansa langfristig gut ist. Dass der Verein heute wirtschaftlich so aufgestellt ist, dass er seine Verbindlichkeiten schneller abbauen kann, freut mich deshalb sehr.“
Noch vor wenigen Jahren kämpfte Hansa ums wirtschaftliche Überleben. Jetzt präsentiert der Klub erstmals einen konkreten Entschuldungsplan.
Zum 30. Juni 2026 schuldete der Hansa-Konzern der Obotritia noch rund 12,5 Millionen Euro . Im Juli zahlte Hansa acht Millionen Euro zurück. Gleichzeitig verzichtete die Obotritia Capital KGaA auf einen Teil ihrer Forderungen.
Der Effekt: Die Verbindlichkeiten sanken insgesamt um rund 9,5 Millionen Euro. Obotritia verzichtete auf rund 1,5 Millionen Euro.
Offen sind noch rund drei Millionen Euro: 1,6 Millionen Euro bei der Ostseestadion GmbH und 1,4 Millionen Euro beim F. C. Hansa Rostock e.V.
Die 1,6 Millionen Euro will Hansa bis zum 30. Juni 2027 vollständig zurückzahlen. Zahlt Hansa bis dahin, verzichtet die Obotritia Capital KGaA erneut auf einen Teil ihrer Forderungen.
Die restlichen 1,4 Millionen Euro will Hansa bis zum 30. Juni 2030 abbezahlen. Eine frühere Rückzahlung ist möglich.
Rostocks Vorstandschef Ronald Maul: „Die Entschuldung ist für den F. C. Hansa ein historischer Schritt. Zum ersten Mal können wir nicht nur von diesem Ziel sprechen, sondern einen konkreten Plan vorlegen, wie wir es erreichen wollen.“
Wichtig: Der schnellere Schuldenabbau trifft die Mannschaft nicht. Das Budget für 2026/27 bleibt auf dem Niveau der Vorsaison.
Möglich ist das, weil der Klub wirtschaftlich stabiler dasteht und zusätzliche Einnahmen erzielt, unter anderem aus dem Transfer von Ryan Naderi zu den Glasgow Rangers .
Weil Hansa künftig weniger Zinsen zahlen muss, bleiben laut Verein jährlich rund 500.000 Euro mehr für Sport und Infrastruktur.
FCH-Aufsichtsratschef Sebastian Eggert: „Jeder Euro, den wir heute nicht mehr für Zinsen aufwenden müssen, schafft zusätzlichen Spielraum für unsere Zukunft.“
Der Plan steht: 2027 soll der nächste Millionen-Brocken verschwinden. Bis 2030 will Hansa sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber der Obotritia Capital KGaA abgebaut haben.
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