Missbrauch in Pariser Hort: Freiheitsstrafe für früheren Betreuer
In Paris ist ein ehemaliger Hort-Betreuer wegen sexueller Übergriffe auf neun Kinder im Grundschulalter zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Von der Strafe im Umfang von fünf Jahren wurden vier Jahre auf Bewährung ausgesetzt, eins solle er ab sofort mit einer elektronischen Fußfessel verbüßen, entschieden die Richter am Dienstag.
Der 38-Jährige bekannte sich vor Gericht zu den Taten, erklärte aber zugleich, sich nicht daran zu erinnern.
Die Richter untersagten ihm jeglichen Beruf, in dem er Kontakt zu Minderjährigen hätte.
Die betroffenen Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren hätten die Übergriffe präzise beschrieben, sagte der Richter.
Zudem hätten Kollegen ausgesagt, diese beobachtet zu haben.
Die Ermittler waren zudem auf Äußerungen des Angeklagten in kinderpornographischen Online-Foren gestoßen.
Die Mutter einer damals Sechsjährigen hatte das Verfahren Anfang 2024 mit einer Anzeige ins Rollen gebracht.
Ihre Tochter hatte ihr berichtet, dass der Betreuer sie am Po angefasst habe.
Weitere Kinder berichteten, dass er sie in der Pause oder bei Ausflügen im Intimbereich angefasst habe.
Es war das erste Mal, dass nach Bekanntwerden zahlreicher Missbrauchsvorwürfe in der städtischen Nachmittagsbetreuung eine so lange Freiheitsstrafe verhängt wurde.
In einem anderen Fall war ein Betreuer zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.
Zwei andere ehemalige Betreuer waren freigesprochen worden.
Unabhängig von dem Verfahren war die frühere Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo am Dienstag vor einem Untersuchungsausschuss des Senats vorgeladen.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.