„Das war’s jetzt!“ - AfD-Politiker bricht Amann-Podcast ab
Berlin – Hat da jemand ein schwaches Nervenkostüm?Hans-Thomas Tillschneider, stellvertretender AfD-Landesvorsitzender in Sachsen-Anhalt, hat den Podcast „Amann unframed“ von Funke-Journalistin Melanie Amann vorzeitig abgebrochen.
Unter anderem ging es um die Forderung der AfD , Vereine nur dann mit staatlichen Fördermitteln zu unterstützen, wenn sie ein „glaubhaftes“ Bekenntnis zu einer „patriotischen Grundhaltung“ ablegen. Tillschneider zeigte sich zunehmend genervt von den Fragen. „Ich empfinde Ihre Fragen als destruktiv und suggestiv und in höchstem Maße unfair“, warf er Amann vor.
Am Ende des Gesprächs kam Amann auf Thüringens AfD-Chef Björn Höcke zu sprechen. Höcke hatte die als Rechtsterroristen angeklagten mutmaßlichen Mitglieder der „Sächsischen Separatisten“ jüngst für unschuldig erklärt. Als Amann Tillschneider dazu befragen wollte, eskalierte die Situation.
Konkret wollte sie wissen: Wie kann es sein, dass die AfD es für möglich halte, dass ein „unbescholtener Familienvater“ aufgrund von „irgendwelchen Gerüchten von irgendwelchen FBI-Agenten“ so behandelt werde? „Denken Sie, dass wir in einem Staat leben, wo die Behörden, wo die Polizei so handelt?“, fragte sie. Tillschneider antwortete: „Also in dem Fall scheint irgendwas nicht zu stimmen und mehr will ich dazu nicht sagen.“
Wenige Minuten später beendete der AfD-Politiker die Aufnahme kurzerhand selbst. „Ich habe gedacht, es geht hier um mein Buch. Ich habe gedacht, es geht um meine Person. Sie fragen mich zu Björn Höcke, zu sonst wem“, sagte Tillschneider. Dann setzte er nach: „Und deswegen will ich das hier jetzt beenden. So muss ich mich nicht behandeln lassen.“
Amann versuchte noch, das Gespräch zu retten: „Wir können noch mal, wir können, wenn Sie wollen, noch über …“ Doch Tillschneider war bereits aufgestanden. „Das war's jetzt. Also, so redet man nicht“, sagte er noch, bevor er das Studio verließ. Der Podcast dauert insgesamt knapp 50 Minuten.
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