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Neue Regeln im App Store - Apple ändert App-Gebühren in der EU

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Neue Regeln im App Store - Apple ändert App-Gebühren in der EU

Apple ordnet seine App-Gebühren in der Europäischen Union (EU) neu: Vom 1. Oktober 2026 an müssen sich Entwickler auf ein verändertes Provisionsmodell einstellen. Betroffen sind sowohl Apps aus dem klassischen App Store als auch Anwendungen, die über alternative Marktplätze oder direkt über Webseiten angeboten werden. Je nachdem, wie eine App vertrieben wird und wie Nutzer darin bezahlen, kassiert Apple unterschiedlich viel mit.

Wie Apple in einer Mitteilung für Entwickler erklärt, sollen die bisherigen Gebührenregeln einfacher werden. Gleichzeitig verschwindet die sogenannte Core Technology Fee. Bei betroffenen Apps waren die ersten eine Million Installationen pro Jahr kostenlos. Danach kassierte Apple für jede weitere gezählte Erstinstallation 50 Cent. Künftig fällt diese Gebühr weg und wird durch eine Provision auf digitale Umsätze ersetzt.

Wie hoch diese neue Provision ausfällt, hängt vom Vertriebsweg ab. Bei Apps aus alternativen Marktplätzen oder solchen, die direkt über Webseiten vertrieben werden, verlangt Apple künftig fünf Prozent auf digitale Umsätze. Der Konzern nennt diese Abgabe „Core Technology Commission“. Dafür fallen zwei bisherige Gebühren weg: Bei der „Initial Acquisition Fee“ (Gebühr für Neukunden) kassierte Apple bei Käufen über einen Link aus der App in den ersten sechs Monaten 2 Prozent des Kaufpreises. Die „Store Services Fee“ schlug je nach Servicepaket zusätzlich mit fünf oder 13 Prozent zu Buche.

Wer seine App dagegen weiter über den App Store anbietet und Käufe darin über einen anderen Zahlungsanbieter abwickelt, zahlt mehr. Wie Apple auf seiner Entwicklerseite erklärt , werden dafür grundsätzlich 20 Prozent des Kaufpreises fällig. Für Teilnehmer am Small Business Program sinkt die Provision auf 10 Prozent.

Gleichzeitig dürfen Entwickler alternative Zahlungswege neben Apples eigenem In-App-Kaufsystem anbieten, müssen sich dann aber zwölf Monate an ihre Wahl halten.

Hinter den Änderungen steht der Digital Markets Act, das EU-Gesetz für faireren Wettbewerb bei Digitalkonzernen. Apple hatte seine Regeln in Europa bereits angepasst, nachdem die Wettbewerbshüter Änderungen verlangt hatten. Besonders die Core Technology Fee sorgte dabei für Kritik. Sie könne Entwickler davon abhalten, Apps über andere Wege als den App Store anzubieten. Mit dem neuen Gebührenmodell will Apple diesen Streit nun ausräumen.

Damit ist der Streit um Apples App-Regeln in Europa aber noch nicht beendet. Die EU-Kommission begrüßt die angekündigten Änderungen laut Reuters zwar grundsätzlich, will deren Umsetzung jedoch weiter genau beobachten.

Deutliche Kritik kommt dagegen von Epic Games: Der „Fortnite“-Entwickler streitet bereits seit Längerem mit Apple und bezweifelt, dass das neue Gebührenmodell tatsächlich für mehr Wettbewerb sorgt.

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