Gefahr aus der Luft: Hamburg stärkt Drohnenabwehr der Polizei
Nach dem versuchten Anschlag auf dem Flughafen Leipzig baut die Hamburger Polizei ihre Drohnenabwehr aus.
Verdächtige Flugobjekte sollen mit Netzen über der Stadt eingefangen werden.
Der Hamburger Senat stärkt die Drohnenabwehr der Polizei.
Es sollen drei Detektions- und Abwehrsysteme für 4,2 Millionen Euro angeschafft werden, wie die Innenbehörde mitteilte.
Noch in diesem Jahr sollen die Geräte des Unternehmens Argus Interception in Dienst genommen werden.
Das auch von der Bundeswehr eingesetzte System könne eine Drohne bekämpfen, wie sie beim versuchten Anschlag auf dem Flughafen Leipzig Anfang August verwendet wurde, erklärte eine Sprecherin der Behörde.
Das System scanne den Luftraum mit verschiedenen Sensoren.
Verdächtige Drohnen sollen mit Netz eingefangen werden Wird eine Drohne entdeckt, könne ein Operator eine Abfangdrohne starten, die das verdächtige Flugobjekt mit einem Netz einfängt.
Diese Art der Bekämpfung erlaube den Einsatz des Systems im städtischen Umfeld, insbesondere zum Schutz von kritischer Infrastruktur und von öffentlichen Veranstaltungen.
Die 4,2 Millionen Euro stammen den Angaben zufolge aus dem Hamburger Anteil des Infrastruktursondervermögens des Bundes von insgesamt rund 60 Millionen Euro.
Die Polizei arbeite derzeit mit der Hafenbehörde HPA und dem Unternehmen Rheinmetall auch an der Entwicklung einer ganzheitlichen Drohnenabwehr für den Hamburger Hafen.
Schon vor der Fußball-Europameisterschaft 2024, die teilweise in der Hansestadt ausgetragen wurde, habe die Polizei eine Drohnenabwehr aufgebaut.
Sie verfüge bereits über leistungsstarke Abwehrsysteme .
Schutz gegen hybride Angriffe Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ über das neue Abwehrprojekt berichtet.
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