Landwirtschaft im Norden: Schwächere Getreideernte in Schleswig-Holstein
Die Preise für Getreide reichen oft nicht, um die Kosten zu decken.
Warum eine volle Scheune alleine für viele Bauern kein Grund zur Freude ist – und was die Akteure jetzt fordern.
Die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein kommt unter dem Einfluss von Klimawandel und Witterungsextremen in diesem Jahr in Schleswig-Holstein zwar besser weg als in den südlicheren Bundesländern.
Dennoch fällt die Getreideernte schwächer aus als 2025.
Nässe, Trockenheit, Hitze und örtlich auch schwere Unwetter hätten die Erträge geprägt, sagte Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU) bei der Vorstellung der Bilanz auf einem Hof in Gettorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde).
Die regionalen Unterschiede seien erheblich.
Nach Zahlen des Statistikamts Nord wird die Getreideernte ohne Körnermais auf knapp 2,2 Millionen Tonnen geschätzt.
Das wären etwa neun Prozent weniger als im Vorjahr.
Die Anbaufläche für Getreide schrumpfte um knapp drei Prozent auf 278.600 Hektar.
Das ist etwas mehr als 17,6 Prozent der Landesfläche.
Die Ernte zeigt nach Schmachtenbergs Worten, „wie stark sich Wetterextreme auf die Landwirtschaft auswirken können“.
Um Erträge langfristig zu sichern, sei der entscheidende Schlüssel ein gesunder und widerstandsfähiger Boden, der Wasser aufnehmen und speichern könne.
Wie haben sich einzelne Feldfrüchte entwickelt? Die größte Anbaufläche und die größte Erntemenge gab es beim Winterweizen.
Die Anbaufläche ging im Vergleich zu 2025 um sieben Prozent zurück, die Erntemenge um 14 Prozent auf gut 1,05 Millionen Tonnen.
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