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VW-Mitarbeiter: "Die Welt würde zusammenbrechen"

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VW-Mitarbeiter: "Die Welt würde zusammenbrechen"

Bei den außerordentlichen Betriebsversammlungen in mehreren VW-Werken kommt bisher wenig Optimismus auf. Wie blicken Mitarbeiter und Entscheider aus Emden auf die Entwicklung?

Wenn man dieser Tage zum Werk von Volkswagen im ostfriesischen Emden fährt, sind die Straßen gesäumt von Flaggen der IG Metall . An zwei Schiffscontainern hat die Stadt Emden zusammen mit den Landkreisen Leer, Aurich und Wittmund ein Plakat angebracht. "Moin Herr Blume, Ostfriesland steht zu seinem Werk. Volkswagen auch?" ist darauf zu lesen.

Schnell ist deutlich: Stadt, Belegschaft und Gewerkschaft versuchen mit allen Mitteln, ein Zeichen zu setzen, um ihr VW-Werk am Laufen zu halten. Laut Konzernchef Blume gehört das Emder Werk - genauso wie die VW-Werke in Zwickau und Hannover und das Audi-Werk in Neckarsulm - zu denen, die "nicht wettbewerbsfähig ausgelastet" seien.

Auf gut Deutsch: Diese Werke lohnen sich für VW derzeit wirtschaftlich nicht. Aufgrund einer Kombination aus teils zu geringer Nachfrage, hohen Personalkosten und unattraktiven Rahmenbedingungen.

Fabian Roolfs arbeitet seit 2014 im Emder VW-Werk - genau wie vor ihm sein Vater. Seine Frau und er erwarten quasi täglich die Geburt ihres Kindes. Sein Leben ist auf Volkswagen aufgebaut. Sollte es wirklich zu einer Werksschließung kommen, "die Welt würde zusammenbrechen", sagt der 28-Jährige. "Wir haben hier in Ostfriesland keine großartigen Alternativen."

Die Wirtschaft in der Region lebt von Volkswagen, denn es ist mit Abstand der größte Arbeitgeber. Allein rund 8.000 Beschäftigte arbeiten im Werk, mindestens genauso viele Arbeitsplätze sind indirekt mit VW verbunden: Vom Zulieferer bis zur Bäckerbude, die den Beschäftigten auf dem Weg zur Schicht die Brötchen verkauft.

Vergangenen Mittwoch besuchte VW-Konzernchef Oliver Blume das Werk zur außerordentlichen Betriebsversammlung. Mehr Sicherheit und Zuversicht konnte er unter den Beschäftigten jedoch nicht verbreiten. "Es ist mit Floskeln gearbeitet worden, große Zusagen oder große Hoffnungen hat man uns da nicht gemacht und das ist natürlich etwas, was der Belegschaft auch nicht gut tut", meint Roolfs.

Am Rande der Betriebsversammlung hat der Emder Oberbürgermeister Tim Kruithoff eine Resolution zum Erhalt des Werkes an Blume übergeben. Die Resolution hatte der Rat der Stadt einstimmig beschlossen. Sie verdeutlicht abermals die Bedeutung von Volkswagen für die Stadt.

Klar ist: Volkswagen muss etwas ändern. Der Konzern kämpft mit schlechten Zahlen. Das vor knapp zwei Jahren beschlossene Sparpaket scheint nicht auszureichen. Das versteht auch der Emder Oberbürgermeister. "Das ist in Summe eine schwierige Situation", meint er.

Doch gleichzeitig bleibt er optimistisch. Kruithoff geht fest davon aus, dass VW den Standort Emden nicht aufgibt. "Wir sind mittlerweile voll elektrisch unterwegs, hier werden die wirklich gängigen Produkte gebaut", so Kruithoff.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zdf.de — der Inhalt gehört ZDFheute.

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