Samstag, 10. Oktober 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Deutschland

Pilze richtig transportieren - Warum Plastiktüten beim Pilzesammeln tabu sind

Bild ·
Pilze richtig transportieren - Warum Plastiktüten beim Pilzesammeln tabu sind

Plastiktüte statt Pilzkorb? Ein Fehler, der den ganzen Sammel-Erfolg zunichtemacht! Wer seine Funde frisch und unbeschädigt nach Hause bringen möchte, sollte beim Sammeln darauf verzichten. Denn darin bekommen Pilze schnell ein Problem: Sie schwitzen, werden gequetscht und können deutlich schneller verderben.

Warum Plastiktüten für Pilze ungeeignet sind und wie Sie Pilze am besten transportieren, erfahren Sie hier.

Pilze bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und sind gleichzeitig empfindlich. In einer verschlossenen Plastiktüte kann die Luft nicht ausreichend zirkulieren. Die gesammelten Pilze geben Feuchtigkeit ab, die sich in der Tüte staut. Das Resultat: Sie beginnen zu schwitzen.

Dadurch entsteht ein feucht-warmes Milieu, in dem sich die Qualität der Pilze schnell verschlechtern kann. Der Botanische Garten Berlin warnt ausdrücklich davor, Pilze in Plastiktüten zu transportieren: Durch die mangelnde Belüftung kann sich das enthaltene Eiweiß schneller zersetzen.

Bekommen ihre gesammelten Pilze nicht genug Luft, treten Zersetzungsprozesse ein, die zum Verderben führen. Werden solche verdorbenen Pilze später verzehrt, drohen Magen-Darm-Beschwerden oder sogar eine Lebensmittelvergiftung. Deshalb raten Experten davon ab, Pilze in Plastiktüten zu sammeln oder zu transportieren.

Auch Druck ist ein Problem. Liegen viele Pilze übereinander in einer Tüte, werden die empfindlichen Fruchtkörper leicht zerquetscht. Besonders weiche oder bereits ältere Pilze können dabei schnell matschig werden.

Die klassische Lösung ist nicht ohne Grund der Pilzkorb. Ein luftdurchlässiger Korb sorgt dafür, dass die gesammelten Pilze ausreichend belüftet werden und nicht in ihrer eigenen Feuchtigkeit liegen. Auch die Deutsche Gesellschaft für Mykologie empfiehlt luftdurchlässige Körbe zum Sammeln. Ein Messer mit Bürste gehört ebenfalls zur sinnvollen Grundausstattung, um die Funde bereits im Wald vorsichtig von Erde und anderen Verschmutzungen zu befreien.

Wichtig: Der Korb sollte stabil genug sein, damit die Pilze nicht zerdrückt werden. Je weniger Druck auf den einzelnen Fruchtkörpern lastet, desto besser bleiben sie auf dem Heimweg in Form.

Wer bei einem Herbstspaziergang spontan Pilze entdeckt und keinen Korb dabei hat, sollte nicht einfach auf eine verschlossene Plastiktüte zurückgreifen. Entscheidend ist vor allem, dass die Pilze luftig und möglichst locker transportiert werden.

Auch ein luftdurchlässiger Stoffbeutel, etwa aus Leinen, ist eine gute Alternative. Eine verschlossene Plastikbox ist hingegen keine ideale Lösung. Der Botanische Garten Berlin empfiehlt, solche Behälter zumindest offen zu halten und mit Küchenpapier auszulegen.

Die richtige Aufbewahrung endet nicht mit dem Heimweg. Auch zu Hause sollten frisch gesammelte Pilze nicht in einer verschlossenen Plastiktüte liegen bleiben.

Am besten werden sie möglichst bald kontrolliert, geputzt und verarbeitet. Wer sie kurz lagern muss, sollte sie luftig aufbewahren. Denn auch hier gilt, dass Pilze in Plastiktüten schnell schwitzen und dadurch schneller verderben können.

Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!

Vollständigen Artikel bei Bild lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

Mehr von Bild

Alle ansehen ›

Mehr in Deutschland

Alle ansehen ›