Reaktion auf AfD-Anfeindungen: "Bauhaus-Manifest" macht sich für Kunstfreiheit und Weltoffenheit stark
Die AfD in Sachsen-Anhalt sorgt für Aufsehen, als sie das prestigeträchtige Bauhaus - wie schon die Nationalsozialisten - als "Irrweg der Moderne" bezeichnet. Nun stellt sich ein breites Bündnis aus Kunst und Kultur hinter die renommierte Dessauer Kunstschule.
Wenige Wochen vor der Wahl in Sachsen-Anhalt machen sich Kulturschaffende, Handwerk, Architekten und Kirchen in einem "Bauhaus-Manifest" für die Freiheit der Kunst und eine weltoffene Gesellschaft stark. Initiator ist Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. "Gemeinsam machen wir deutlich, dass wir das Bauhaus und seine Prinzipien stärken und gegen jede Art von demokratiefeindlichen Angriffen verteidigen wollen", sagte der parteilose Politiker.
Hintergrund sind Anfeindungen der AfD gegen das Bauhaus . Die Partei hatte das Bauhaus im sachsen-anhaltischen Landtag als "Irrweg der Moderne" bezeichnet. Das Bauhaus war 1919 vom Architekten Walter Gropius und anderen als Kunstschule in Weimar gegründet worden und später nach Dessau umgezogen. Seine künstlerischen Ansätze und Designformen beeinflussen bis heute Kunst und Architektur.
"Das Bauhaus zeigt, welche innovative Kraft entsteht, wenn Kunst, Handwerk, Design und Technologie zusammenwirken. Es steht für Kreativität und Austausch, Mut und Offenheit für neue Ideen", sagte Weimer weiter. Das seien Werte, die damals wie heute wichtige Impulse gäben.
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