Abgeordnetenhauswahl: Wahl zum Abgeordnetenhaus: Jugendliche dürfen mit abstimmen
Am 20.
September dürfen erstmals Berlinerinnen und Berliner unter 18 Jahren an der Wahl zum Landesparlament teilnehmen.
Macht das einen Unterschied für den Wahlausgang? Premiere in Berlin: Bei der Abgeordnetenhauswahl am 20.
September dürfen zum ersten Mal Jugendliche ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben.
Das war zuvor schon bei der Wahl zu den Bezirksverordnetenversammlungen und bei der Europawahl möglich.
Bei der Wahl für das Landesparlament galt bisher ein Mindestaltalter von 18 Jahren.
Spielen die Jugendlichen für den Ausgang der Wahl eine Rolle? Der Politikwissenschaftler Thorsten Faas von der Freien Universität Berlin sieht das durchaus so: „Wir haben jüngst viele knappe Wahlen erlebt - zuletzt in Baden-Württemberg mit dem Kampf um Platz 1 zwischen Grünen und CDU.“ Auch bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus könnte es eng werden. „Da können auch wenige Stimmen am Ende den Ausschlag geben“, sagte der Wahlforscher. „Zugleich muss man aber sehen: Wirklich „gewonnen“ werden die Wahlen in anderen, größeren Wählergruppen.“ Wie viele Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren sind wahlberechtigt? Nach den offiziellen Berliner Meldedaten dürfen an der Wahl zum Abgeordnetenhaus knapp 55.400 Jugendliche ab 16 teilnehmen - angesichts von insgesamt rund 2,5 Millionen Wahlberechtigten eine eher kleine Gruppe.
Bei den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen sind es mit rund 58.600 etwas mehr, weil dafür auch EU -Bürgerinnen und -Bürger ohne deutschen Pass wahlberechtigt sind.
In welchen Bundesländern dürfen Jugendliche wählen gehen? Die Möglichkeit zur Stimmabgabe bei Landtagswahlen für 16- und 17-Jährige gibt es nur in der Hälfte der 16 Bundesländer.
Dazu zählen neben Berlin auch Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und neuerdings auch Nordrhein-Westfalen, wo im Frühjahr 2027 eine Wahl ansteht.
Warum dürfen Jugendliche in Berlin jetzt wählen? Dafür war eine Änderung der Landesverfassung notwendig.
Das Berliner Abgeordnetenhaus hat im Dezember 2023 mit breiter Mehrheit beschlossen, das Alter für die Teilnahme an der Wahl zum Landesparlament von 18 auf 16 Jahre abzusenken.
Die Befürworter von CDU , SPD, Grünen und Linken argumentierten, damit werde jüngeren Menschen mehr politische Mitbestimmung ermöglicht und die Demokratie gestärkt.
Die AfD lehnte das Vorhaben ab.
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