Heimstart nach Fehlstart - Hamburg braucht den Befreiungs-Wurf
Der erste Auftritt ging schief, jetzt folgt die erste Vorstellung vor den eigenen Fans. Nach der 26:30-Auftaktpleite beim Bundesliga-Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten steht für den Handball Club Hamburg am Mittwoch gegen Stuttgart (19 Uhr, Barclays Arena) die Heimpremiere in der Opel Handball -Bundesliga an. Eine Partie mit Druck auf dem Kessel für die Hamburger, denn am Samstag wartet bereits das Nord-Derby in Hannover (19 Uhr, live bei Dyn/Anzeige ).
Für die HCH-Fans ist es die erste Gelegenheit, die neue Mannschaft kennenzulernen. Nach dem verpatzten Start ist der Anspruch klar. „Nach dem Spiel in Balingen benötigt keiner noch mehr Motivation“, sagt Moritz Sauter (23). „Wir wissen natürlich alle genau, dass das nicht das ist, was wir zeigen wollen. Gerade zu Hause vor den Fans wollen wir zeigen, was für ein Gesicht wir wirklich haben.“
Auch HCH-Trainer Torsten Jansen (49) fordert eine Reaktion: „Wir sollten anders auftreten, sonst wird es schwer.“
Beim HCH gibt es im Sommer viele Veränderungen (sechs neue Spieler) – und heute ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Torhüter Mohamed El-Tayar (30) wechselte nach zwei Jahren in Hamburg nach Stuttgart und steht dort zwischen den Pfosten. HCH-Coach Jansen kann dagegen wieder auf Linksaußen Noah Beyer (29) setzen, der in Balingen wegen Krankheit und Trainingsrückstand nur auf der Bank saß.
Sportlich will Hamburg nach Platz 10 in der vergangenen Saison möglichst schnell den Anschluss ans Mittelfeld schaffen. „Wir wollen uns von unten fernhalten und gucken, was nach oben geht“, sagte Jansen vor der Saison. Geschäftsführer Sport Johannes Bitter (43) setzt nach dem Umbruch zunächst auf den Zusammenhalt: „Wir wollen als Team zusammenwachsen, als Gruppe stark werden.“ Da ist noch Luft nach oben, wie Balingen zeigte ...
Der TVB Stuttgart startete erfolgreich in die Liga, gewann zum Auftakt 30:29 gegen den Bergischen HC. Nach Platz 12 in der Vorsaison haben die Schwaben deutlich größere Ziele. Trainer Misha Kaufmann will „ganz nach oben“ und den Verein „an die Spitze entwickeln“. Der Kader wurde dafür gezielt verstärkt und auf Kaufmanns System zugeschnitten.
Der HC Hamburg ist gefordert und muss zeigen, dass die Pleite von Balingen ein Ausrutscher war. Und dass die Saison Lust auf mehr macht!
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