Missbrauchsbeauftragte mahnt: „Nie war das Risiko für sexualisierte Gewalt so hoch“
Deutschlands Missbrauchsbeauftragte, Kerstin Claus, sieht Fortschritte im Kampf gegen sexualisierte Gewalt.
Trotzdem warnt sie vor Schutzlücken – besonders im digitalen Raum.
Die Missbrauchsbeauftragte des Bundes, Kerstin Claus, sieht nach jahrelanger Aufarbeitung, Forschung und politischen Maßnahmen Fortschritte im Kampf gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche.
Zugleich verwies sie in Berlin auf einen weiteren großen Handlungsbedarf, vor allem mit Blick auf neue, wachsende Gefahren durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.
Es gehe um Gefahren- und Risikoabwehr. „Wir haben in Deutschland aktuell zehn Millionen Menschen, die sexuelle Gewalt in Kindheit oder Jugend erlebt haben“, so Claus.
Viereinhalb Jahre nach ihrem Amtsantritt legte Claus mit dem Bericht eine größere Bestandsaufnahme vor.
Er enthält keine neuen Daten, sondern beleuchtet den aktuellen Erkenntnisstand und leitet politische Forderungen daraus ab.
Es habe sich viel getan, seit ihrem Amtsantritt, aber besserer Schutz sei machbar.
Digitalisierung erhöht Risiko für Missbrauch Die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen sei ungebrochen hoch, heißt es in dem Bericht.
Verwiesen wird auf bereits veröffentlichte Zahlen der Kriminalstatistik.
Demnach zählte die Polizei 2025 insgesamt 17.126 Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs, rund 1600 mehr als noch vor fünf Jahren und 772 mehr als im Vorjahr.
Einen Schwerpunkt legt der Bericht auf den digitalen Raum und Künstliche Intelligenz .
Die digitale Welt verändere Möglichkeiten des Zugangs für Täter.
Kommunikations- und Interaktionsorte im Netz seien zu „zentralen Tatorten sexualisierter Gewalt“ geworden.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.