Polnischer Außenminister mit Aussage - USA geben seit Januar 2025 kein Geld an Ukraine
Washington/Warschau – „ Nicht einen einzigen Cent!“ Mit dieser Aussage sorgt Polens Außenminister Radosław Sikorski (63) für Aufsehen. Seit Januar 2025 hätten die USA kein Geld mehr für die Ukraine ausgegeben, erklärte der polnische Chefdiplomat. Und das, obwohl US-Präsident Donald Trump (80) erst am Freitag wieder die amerikanischen Milliardenhilfen hervorhob. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) habe „Milliarden und Abermilliarden Dollar“ erhalten und verfüge über die beste militärische Ausrüstung, weil diese aus den USA stamme.
Doch dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied: Der Großteil der amerikanischen Ukraine-Hilfen wurde unter Trumps Vorgänger Joe Biden bewilligt. Seit Trump im Januar 2025 wieder im Weißen Haus sitzt, hat Washington seine neuen Hilfen drastisch reduziert.
Nach den neuesten Zahlen des „ Ukraine Support Trackers“ des Kiel-Instituts für Weltwirtschaft sind die neuen amerikanischen Hilfen im Vergleich zu 2024 um 99 Prozent zurückgegangen. Die Erhebung berücksichtigt Unterstützungsleistungen bis Ende August 2026.
Auch bei den oft genannten Milliardenbeträgen ist eine genaue Unterscheidung wichtig: Nach Angaben des Congressional Research Service (CRS) hatte der US-Kongress rund 174,2 Milliarden Dollar für die Ukraine-Hilfe und damit verbundene Maßnahmen bewilligt. Laut einem US-Aufsichtsbericht standen bis Juni 2025 insgesamt mehr als 187 Milliarden Dollar bereit.
Das bedeutet allerdings nicht, dass diese Summen vollständig an die ukrainische Regierung überwiesen wurden. Ein erheblicher Teil wurde beispielsweise für Waffen aus amerikanischen Beständen, um Waffen aus US-Beständen zu ersetzen, ukrainische Soldaten auszubilden und weitere Kriegskosten zu decken.
Doch es geht längst nicht mehr nur um Geld. Auch militärisch gerät die Ukraine unter Druck. Nach Recherchen des „Telegraph“ (gehört wie BILD zu Axel Springer) soll Tech-Milliardär Elon Musk (55) Trump persönlich vorgeschlagen haben, die Geschwindigkeit des militärischen Satellitensystems Starshield zu drosseln. Trump soll dem Vorschlag zugestimmt haben. Bedeutet: Die reduzierte Datenübertragungsrate erschwert die Steuerung schneller Drohnen in Echtzeit.
Trump bestreitet allerdings, für die Einschränkungen verantwortlich zu sein. „Ich glaube nicht, dass ich es war, und ich glaube nicht, dass es Elon war“, sagte der US-Präsident über den eingeschränkten Starlink-Zugang der Ukraine. Auch Musk hatte zuvor die Verantwortung zurückgewiesen. Gleichzeitig verschärft Trump den Ton gegenüber Selenskyj. Er sei „schwieriger“ als Kremlchef Wladimir Putin (74), erklärte der US-Präsident. Auch die ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien kritisierte er scharf.
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