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Keine Lust auf Kaffee? - Diese Wachmacher retten Ihren Morgen

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Keine Lust auf Kaffee? - Diese Wachmacher retten Ihren Morgen

Ohne Kaffee läuft morgens nichts? Von wegen. Wer Kaffee nicht mag oder nicht verträgt, kann auch anders in die Gänge kommen. Aber welche Alternativen machen tatsächlich wach – und bei welchen hilft vielleicht schon das morgendliche Ritual? Der Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl erklärt, was funktioniert.

Der wichtigste Wachmacher im Kaffee ist Koffein. Dr. Riedl erklärt: „Koffein blockiert im Gehirn die Andockstellen für den Botenstoff Adenosin, der uns normalerweise müde macht.“ Die Müdigkeitssignale bleiben dadurch vorübergehend aus, wir fühlen uns wacher und aufmerksamer.

Ob Koffein aus Kaffee, Tee oder Matcha stammt, macht für seine grundsätzliche Wirkung keinen Unterschied. „Tee und Matcha enthalten allerdings zusätzlich die Aminosäure L-Theanin, die mit einem entspannt-wachen Zustand in Verbindung gebracht wird.“ Ob man dadurch tatsächlich ruhiger und weniger nervös wach wird als mit Kaffee, sei laut Riedl wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt.

Nach dem Trinken wird Koffein relativ schnell aufgenommen. „Die Blutkonzentration erreicht meist innerhalb von 30 bis 120 Minuten ihren Höhepunkt“, sagt Riedl. Die Halbwertszeit liege bei gesunden Erwachsenen im Schnitt bei etwa vier Stunden, könne individuell aber zwischen zwei und acht Stunden betragen. Deshalb warnt der Experte: „Ein Kaffee am späten Nachmittag kann den Schlaf am Abend noch beeinträchtigen.“

Überraschenderweise kann bei eingefleischten Kaffeetrinkern sogar entkoffeinierter Kaffee einen Effekt haben. Eine aktuelle Studie zeige, so Riedl, dass bei identisch aussehendem und schmeckendem Kaffee mit und ohne Koffein ähnliche Effekte auf Herzschlag und Blutdruck beobachtet wurden. Als mögliche Erklärung nennt er Konditionierung: Wer jahrelang Geruch, Geschmack und Kaffeetrinken mit Wachwerden verbindet, könne bereits auf das vertraute Ritual reagieren. Wer ganz auf Koffein verzichten möchte, dem empfiehlt der Experte Kräuter- und Früchtetee oder ungesüßten Kakao.

Welche Getränke sich morgens als Kaffee-Alternative eignen und welche davon wirklich Koffein liefern, zeigt unsere Übersicht:

Wer Kaffee lediglich wegen seines Geschmacks meidet, aber auf die anregende Wirkung von Koffein nicht verzichten möchte, kann auf verschiedene Alternativen zurückgreifen.

Geschmacklich hat grüner Tee mit Kaffee wenig gemeinsam. Je nach Sorte kann er etwa frisch, leicht herb oder grasig schmecken. Wer empfindlich auf Bitterstoffe reagiert, sollte außerdem auf die richtige Wassertemperatur und Ziehzeit achten.

Wer morgens ein kräftigeres Heißgetränk bevorzugt, kann schwarzen Tee trinken. Von kräftigem Assam über klassischen English Breakfast Tea bis zum aromatisierten Earl Grey gibt es zahlreiche Geschmacksrichtungen.

Dabei handelt es sich um fein gemahlenen grünen Tee. Das Pulver wird mit Wasser verrührt. Wer den herben Geschmack pur nicht mag, kann ihn als Matcha-Latte mit Milch zubereiten. Typisch sind ein leicht herbes und mitunter als grasig beschriebenes Aroma.

Das südamerikanische Getränk wird aus den Blättern des Mate-Strauchs hergestellt und zeichnet sich durch einen kräftigen, herben Geschmack aus.

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