Trinkgeld per Karte: Verbraucherschützer fürchten Beeinflussung beim Trinkgeld per Karte
Verbraucherschützer und Gewerkschaften warnen vor einer unterschwelligen Beeinflussung beim Trinkgeld durch vorprogrammierte Kartenlesegeräte. Beim Bezahlen in der Gastronomie zeigen Lesegeräte häufig bereits an eine Vorauswahl an Trinkgeldvorschlägen an. Die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Ramona Pop, kritisierte dies. »Es muss auf den ersten Blick erkennbar sein, wie Gäste Trinkgeld ablehnen oder die Höhe selbst festlegen können.« Der Verband setze sich daher für ein Verbot »manipulativer Designtricks« auf europäischer Ebene ein, wie sie auch von Webseiten oder Apps bekannt seien.
»Manipulative Designtricks« lägen bei der Kartenzahlung vor, wenn die Option, kein Trinkgeld zu geben, versteckt oder schlechter sichtbar ist, sagte Pop. Felder mit voreingestellten Prozentvorschlägen auf den Displays seien teils größer oder farblich auffälliger dargestellt als andere Auswahlmöglichkeiten.
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