Entschädigung für die Ukraine: Norwegen beschlagnahmt russisches Kreuzfahrtschiff
Russland wird von einem Schiedsgericht zur Zahlung einer Milliardensumme an den ukrainischen Energiekonzern Naftogaz verurteilt. Doch Moskau zahlt nicht. Daher beschlagnahmt Norwegen ein Kreuzfahrtschiff aus dem Putin-Reich, um den Geldtransfer durchzusetzen.
Norwegen hat auf Betreiben des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz ein russisches Kreuzfahrtschiff in der Arktis beschlagnahmt. Wie Naftogaz am Mittwoch mitteilte, beschlagnahmten die norwegischen Behörden die "Professor Moltschanow" in der Inselgruppe Spitzbergen auf der Basis eines Gerichtsbeschlusses, der Russland zu Entschädigungszahlungen an Naftogaz verpflichtet. Der Schritt erfolgte demnach auf Anordnung eines norwegischen Gerichts. Die norwegische Zeitung "Aftenposten" zitierte einen Polizeivertreter aus Spitzbergen, der den Vorgang bestätigte.
Mit der Beschlagnahme soll die Entscheidung eines Schiedsgerichts durchgesetzt werden, das Russland zur Zahlung von rund 4,2 Milliarden US-Dollar (rund 3,6 Millionen Euro) an Naftogaz für beschlagnahmte Vermögenswerte auf der annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim verpflichtete. Moskau ist dem Schiedsspruch bislang nicht nachgekommen.
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