Fall Maricarmen: Nach Seniorin-Tod neue Proteste gegen Wohnkrise in Spanien
Der Tod einer 87-Jährigen nach ihrer Zwangsräumung befeuert in Spanien den Protest gegen die Wohnungsnot.
Ein Streik und Neuwahlen sind schon angekündigt.
Ein Ende des Unmuts ist aber nicht in Sicht.
Zehntausende Menschen haben in Spanien an die aus ihrem Zuhause vertriebene und nur zwei Wochen später verstorbene 87-jährige Maricarmen Abascal erinnert - und dabei erneut lautstark gegen Zwangsräumungen und Wohnungsnot demonstriert.
In Madrid marschierten die Demonstranten am Abend von einem Protestcamp auf der Puerta del Sol zur einstigen Wohnung der Rentnerin im Stadtteil Retiro.
Gedenkmärsche gab es am Abend nicht nur in der Hauptstadt, sondern in vielen anderen Städten des Landes.
Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl allein in Madrid auf mindestens 20.000.
Die Menschen skandierten dort unter anderem „Geier raus aus unseren Vierteln!“ und „Wir alle sind Maricarmen!“ „Der Fall Maricarmen“ war landesweit zum Auslöser und zum Symbol des Kampfes für bezahlbaren Wohnraum geworden.
Die Seniorin war erst vor zwei Wochen unter Polizeieinsatz aus der Wohnung geholt worden, in der sie seit gut 70 Jahren gelebt hatte.
Am Mittwoch war sie dann völlig unerwartet gestorben.
Die Zwangsräumung der Rentnerin hatte umgehend riesige Empörung und eine landesweite Protestbewegung ausgelöst.
Seitdem gibt es immer wieder Demonstrationen mit Zehntausenden Teilnehmern.
In Madrid und auch anderswo entstanden Protestcamps.
Für den 11.
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