»Zum Spaß« Bilder nahe der Mona Lisa aufgehängt – zwei Deutsche im Louvre festgenommen
Mit Sicherheitsvorfällen hat das Louvre zuletzt leidvolle Erfahrungen gemacht. Seit dem spektakulären Juwelenraum im Oktober des vergangenen Jahres sind die Kontrollen in dem Museum in Paris noch strenger. Trotzdem ist zwei Personen nun ein weiterer – wenn auch deutlich harmloserer – Coup gelungen.
Weil sie zum Spaß Bilder im Saal der Mona Lisa im Louvre aufgehängt hatten, sind die beiden Deutschen festgenommen worden. Nach Polizeiangaben befestigten die Männer am Samstagnachmittag in dem Saal, in dem das berühmte Gemälde von Leonardo da Vinci hängt, mit Klebeband zwei Bilder an der Wand. Eines zeigte einen der Männer in einer Rüstung, das zweite zeigte Porträts der beiden sowie einer Frau. Erklärungen zu den Motiven waren zunächst nicht zu bekommen.
Wachleute des Museums hielten die Deutschen fest und alarmierten die Polizei. Bei einer Vernehmung sagten die Männer laut Polizei aus, bei der Aktion habe es sich um einen Scherz gehandelt. Museumswärter nahmen die beiden Bilder wieder ab und entdeckten dabei leichte Beschädigungen an der Wand. Die Mona Lisa blieb unversehrt.
Am 19. Oktober 2025 waren mehrere Täter in den Louvre eingedrungen – und hatten dort die Kronjuwelen im Wert von schätzungsweise 88 Millionen Euro gestohlen. Die Maskierten hatten einen Lkw mit Hebebühne neben dem Museum geparkt. Während zwei der Täter auf Motorrollern an der Straße warteten, stiegen zwei weitere über die Hebebühne auf einen Balkon im ersten Stock und von dort durch ein Fenster in das Museum, wo sie auch Personal bedrohten. Der Einbruch dauerte nur wenige Minuten.
Von der Beute fehlt nach wie vor jede Spur, vier Tatverdächtige sind in Frankreich inhaftiert. Die Tat hatte eine Debatte über die Sicherheit des Museums ausgelöst: Die damalige Museumschefin trat inzwischen zurück.
1 Min Zur Merkliste hinzufügen Vorfall in Paris: Museum kann bei Louvre-Coup beschädigte Krone komplett wiederherstellen 1 Min Zur Merkliste hinzufügen 1 Min Zur Merkliste hinzufügen Nach Einbruch und Negativschlagzeilen: Louvre-Direktorin Laurence des Cars tritt zurück 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen In Belgien wurden im Juni Aufnahmen auf Handys von Verdächtigen entdeckt, die sich auf Frachtdiebstähle spezialisiert haben. Laut Justizkreisen sollte geprüft werden, ob es einen Zusammenhang zwischen den in Belgien festgesetzten Frachtdieben und den vier Tatverdächtigen gibt (mehr zu dem Fall hier ).
Bereits unmittelbar nach dem Einbruch in das Museum hatten die französischen Fahnder ihre belgischen Kollegen eingeschaltet. Ihre Sorge: Die gestohlenen Juwelen könnten auf dem Schwarzmarkt der Antwerpener Diamantenhändler landen. Vermutlich wurde dort etwa der Schmuck von Reality-TV-Star Kim Kardashian im Millionenwert verkauft, der ihr 2016 bei einem Raubüberfall in Paris gestohlen wurde.
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