Westjordanland: Israelische Siedler belagern erneut Haus in Kusra
In dem seit Wochen von israelischen Siedlern belagerten palästinensischen Dorf Kusra im Westjordanland ist es erneut zu Gewalt gekommen. Nach Angaben der israelischen Armee verschanzten sich dort Dutzende Siedler in einem palästinensischen Haus, während sich auch palästinensische Bewohner darin aufhielten. Es habe Berichte über gewaltsame Konfrontationen und Steinwürfe auf Palästinenser gegeben.
Die Sicherheitskräfte seien zunächst gegen die Siedler vorgegangen, um sie aus dem Haus zu entfernen und die Gruppen voneinander zu trennen, teilte die israelische Armee mit. Damit hätten die Bewohner im Haus geschützt werden sollen. Zudem beschlagnahmten die Soldaten demnach Fahrzeuge der Siedler und übergaben sie zusammen mit weiteren Beweismitteln der israelischen Polizei. Diese soll gegen die Tatverdächtigen ermitteln.
Palästinensische Medien stellten den Einsatz dagegen anders dar. Demnach sollen israelische Soldaten die Siedler geschützt haben. Mehrere Palästinenser seien durch Pfefferspray verletzt worden, das von Siedlern eingesetzt worden sei. Nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa kamen während des Vorfalls weitere Siedler hinzu und setzten umliegende palästinensische Felder in Brand.
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