News kompakt: Taliban laut Medienbericht in Deutschland
Die in Afghanistan herrschenden radikalislamistischen Taliban haben nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks in dieser Woche eine Delegation nach Deutschland geschickt. Die drei Diplomaten sollen demnach drei Wochen in der Bundesrepublik bleiben. Derzeit halte sich die Gruppe in der afghanischen Botschaft in Berlin auf.
Deutschlands Auswärtiges Amt bestätigte auf NDR-Anfrage am Freitagabend die Anwesenheit der Taliban-Delegation. Die Mission stehe im Zusammenhang mit weiteren Abschiebungen afghanischer Staatsbürger, heißt es aus der deutschen Hauptstadt. Auch fünf Jahre nach ihrer Machtübernahme in Kabul ist die Taliban-Regierung bislang nur von Russland offiziell anerkannt worden.
Enorme Schlammmassen und Regenfälle beeinträchtigen die Bergungsarbeiten und die Suche nach Vermissten im Katastrophengebiet an der nepalesisch-chinesischen Grenze. Es sei schwierig, Hubschrauber in den von der Flut betroffenen Regionen zu landen oder zu starten, sagte Armeesprecher Raja Ram Basnet.
Insgesamt liegt die Zahl der Todesopfer nach jüngsten Informationen aus China und Nepal bei 623. Wie die nepalesische Katastrophenschutzbehörde mitteilte, konnten bis zum Freitagabend (Ortszeit) mehr als 4400 Menschen gerettet werden, 2400 gelten noch als vermisst. Nach Angaben des geologischen Dienstes der USA wurde die verheerende Sturzflut im Himalaya-Gebiet am Mittwoch durch den Abbruch eines Gletschers ausgelöst.
Der Oberste Gerichtshof in Quito hat den früheren ecuadorianischen Präsidenten Lenín Moreno wegen Korruption schuldig gesprochen. Er wurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. In dem Prozess ging es um den Bau des größten Wasserkraftwerks des südamerikanischen Landes durch das chinesische Unternehmen Sinohydro. Ecuadors oberste Richter befanden Moreno für schuldig, während seiner Zeit als Vize-Präsident Bestechungsgelder von dem Unternehmen angenommen zu haben.
Neben dem 73-Jährigen wurden 19 weitere Angeklagte schuldig gesprochen, darunter ein ehemaliger chinesischer Botschafter. Die Ehefrau des Ex-Präsidenten und mehrere Verwandte von ihm sollen wegen Beihilfe für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Laut Staatsanwaltschaft sollen insgesamt umgerechnet 65 Millionen Euro Bestechungsgelder geflossen sein. Moreno weist die Vorwürfe als politisch motiviert zurück und kündigte Berufung an.
Die USA haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump riesige venezolanische Ölvorkommen gesichert. Mit der Vereinbarung mit der amtierenden Regierung in Caracas würden die Vereinigten Staaten eine Ölmenge von mehr als 65 Milliarden Fass unter ihre Kontrolle bringen. Das verkündete Trump auf seiner Plattform Truth Social. Demnach wurde die Vereinbarung in Absprache mit Venezuelas geschäftsführender Präsidentin Delcy Rodríguez geschlossen.
Im Januar war der linksnationalistische Machthaber Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz in Caracas gefangengenommen und in die USA gebracht worden. Venezuela verfügt über die größten bekannten Erdöl-Reserven weltweit.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.dw.com — der Inhalt gehört Deutsche Welle.