Energiekosten: Ministerpräsidenten dringen auf niedrigere Strompreise
Strom ist in Deutschland teurer als in anderen Industrieländern.
Mehrere Ost-Ministerpräsidenten fordern deswegen niedrigere Preise, damit Deutschland wettbewerbsfähig bleibt.
Ostdeutsche Ministerpräsidenten dringen auf niedrigere Strompreise . „Die Strompreise sind weiter zu hoch und müssen endlich sinken“, mahnt Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD).
Klimaschutz bleibe wichtig, ergänzt sein sächsischer Amtskollege Michael Kretschmer (CDU).
Aber auch die Kosten für den Umbau der Wirtschaft und die Wettbewerbsfähigkeit müssten im Blick behalten werden.
Eine Analyse des Vergleichsportals Verivox hatte jüngst ergeben, dass Strom im Vergleich der G20-Gruppe führender Industrie- und Schwellenländer in Deutschland am teuersten ist.
Koste die Kilowattstunde Strom hierzulande 35,6 Cent für private Haushalte, seien es im Durchschnitt der G20-Staaten nur 16,3 Cent.
Wesentlicher Treiber sind den Angaben nach Steuern und Abgaben, die mehr als 60 Prozent des Strompreises ausmachen.
Erneuerbare Energien müssten stärker dort verbraucht werden, wo sie erzeugt werden, betont Woidke .
Dazu brauche es mehr Netz- und Speicherinfrastruktur.
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) dringt auf einen zügigeren Netzausbau.
Es sei niemandem geholfen, wenn Strom wegen fehlender Netzkapazitäten nicht eingespeist werden könne. „Gewinner der Energiewende ist für mich nicht automatisch derjenige, der besonders viel erneuerbare Energie produziert“, konstatiert Schulze .
Entscheidend sei, ob daraus auch neue Industrie, Innovationen und gute Arbeitsplätze entstünden.
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