Ermittlungen laufen: Disziplinarverfahren gegen Freiberger OB Preißler
Die Affäre um den Freiberger Oberbürgermeister Preißler zieht weitere Kreise.
Die Kommunalaufsicht hat ein Disziplinarverfahren eingeleitet und der Stadtrat berät in einer Sondersitzung zu dem Fall.
Nach Vorwürfen gegen Freibergs Oberbürgermeister Philipp Preißler (Freie Wähler) werden nun dienstrechtliche Schritte geprüft.
Nach „intensiver juristischer Vorarbeit“ sei offiziell ein Disziplinarverfahren eröffnet worden, informierte das Landratsamt Mittelsachsen. „Es ist ein neutrales Verfahren, in dem be- und entlastende Tatsachen ermittelt werden.“ Zum Zeitplan könnten wegen des Umfangs keine genauen Angaben gemacht werden, hieß es.
Preißler wird vorgeworfen, in einem Leipziger Hotel randaliert und Gegenstände aus dem Fenster geworfen zu haben.
Als die Polizei eingriff, soll er zwei Beamte leicht verletzt haben.
Ermittelt wird wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte ihm Landrat Sven Krüger (parteilos) verboten, seine Dienstgeschäfte weiter auszuüben.
Preißler hatte das Amt als Oberbürgermeister erst Ende Juni angetreten.
Er selbst hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert.
Stadtrat kommt zu Sondersitzung zusammen Aktuell führt Bürgermeister Martin Seltmann die Amtsgeschäfte im Freiberger Rathaus.
Doch die Affäre beschäftigt weiter die Stadtpolitik.
Am Donnerstag soll der Stadtrat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen.
Einziges Thema ist die aktuelle Situation rund um den Posten des Oberbürgermeisters.
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