Ministerpräsident Schulze - AfD will „Frauen zurück an den Herd“ schicken
Barleben (Sachsen-Anhalt) – Die heiße Phase des Wahlkampfs hat begonnen. Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl geht CDU-Ministerpräsident Sven Schulze (47) jetzt in die Offensive – und attackiert die AfD. In BILD sagt Schulze: „Welche Lösungen hätte denn die AfD für die Zukunft? Ich sehe, dass sie Probleme sehr gut beschreibt, aber sie bietet keine Lösung.“
Als Beispiel nennt Schulze: Die AfD fordert Deutschlandfahnen vor Schulen. „Das kann man mit mir auch machen, aber meine Priorität bei Schulen ist, dass die Schule überhaupt existiert. Dass ich mich darum kümmere, dass wir weiter Lehrer einstellen, dass ich mich drum kümmere, dass Schülerinnen und Schüler mehr Praxis in der Schule kriegen.“
Als Beispiel für rückwärtsgewandte AfD-Politik nennt Schulze die Familienpolitik. Die AfD-Position in Sachsen-Anhalt bedeute „Frauen zurück an den Herd“. Denn: „Frauen sollen in erster Linie in Sachsen-Anhalt wieder Kinder kriegen. Und das Thema Schulpflicht abschaffen heißt doch am Ende nichts anderes, als dass die Frauen zu Hause bleiben sollen und sich um die Kinder zu kümmern haben“, wirft Schulze der AfD vor.
Der Sachsen-Anhalt-Ministerpräsident macht deutlich: Eine Zusammenarbeit mit der AfD wird es nach der Wahl nicht geben. „Ich werde mit der AfD nicht zusammenarbeiten können, aus den Gründen, die ich genannt habe“, so Schulze.
Er wiederholt seinen Vorwurf, AfD-Kandidat Ulrich Siegmund (35) sei eine „Marionette von Frau Weidel“. Schulze: „Ich möchte am Ende nicht, dass Sachsen-Anhalt durch Frau Weidel aus der Schweiz regiert wird und vielleicht noch mit Frau Wagenknecht aus dem Saarland zusammen.“ Die AfD liegt in einer aktuellen INSA-Umfrage bei 42 Prozent, die CDU bei 22 Prozent. Damit wäre – Stand jetzt – weder eine AfD-Alleinregierung, noch eine CDU-geführte Koalition ohne die Linkspartei möglich.
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