Mitglieder-Schwund - CDU und SPD sterben langsam aus
Berlin – Deutschlands einst stolze Volksparteien leiden unter heftigen Mitgliederverlusten, während die politischen Ränder links und rechts regen Zulauf erfahren. Das geht aus Studien des Parteienforschers Oskar Niedermayer (74) hervor.
Am schlimmsten trifft es die SPD, obwohl sie mit 163 Jahren Geschichte die älteste Partei des Landes ist. Konkret verloren die Genossen zwischen 2023 und 2024 rund 8073 Mitglieder. Im Folgejahr wurden es zum Stichtag 31. Dezember 2025 nochmals 8665 Sozialdemokraten weniger. Damit steht die SPD bei 348.451 Mitgliedern. Ein Schwund von rund zwei Prozent jährlich!
Der CDU von Bundeskanzler Friedrich Merz (70) geht es nicht viel besser. Gab es im Jahr 2024 nochmal einen leichten Zuwachs von 1.101 Menschen, ging es 2025 steil bergab – minus 7433 Personen. Bei den Christdemokraten sind noch 356.769 Menschen.
Grund: Bei CDU und SPD gehen jedes Jahr rund zwei Prozent der Mitglieder durch Todesfälle verloren. Gleichzeitig schaffen es die Parteien nicht, diese Verluste durch genügend neue, jüngere Mitglieder auszugleichen.
Besonders deutlich zeigt sich das bei der SPD: Von Anfang 2023 bis Ende 2024 verzeichnete sie nach eigenen Angaben zwar mehr als 25.000 Eintritte, ihnen standen jedoch rund 31.000 Austritte und mehr als 14.000 Todesfälle gegenüber. Die CDU erklärte bereits, rund 40 Prozent der ausgeschiedenen Unionsmitglieder seien im Vorjahr verstorben.
Andere jubilieren: Die Linkspartei um Shootingstar Heidi Reichinnek (38) konnte sich im Jahr 2025 mehr als verdoppeln, die Mitgliederzahl wuchs von 58.532 auf rund 123.000 Menschen. Auch die AfD kann sich über Zuwachs freuen. Rund 39.600 Mitglieder waren es noch Ende 2023, mittlerweile sind es etwa 73.000. Auch an den Grünen besteht reges Interesse. Seit 2023 stieg die Zahl der Mitglieder von 125.991 auf 183.761.
Deutlich wird der Trend auch beim Blick auf das Durchschnittsalter der Mitglieder: Menschen mit CDU-Parteibuch sind im Schnitt 61 Jahre, SPD-Mitglieder 62 Jahre alt. Bei der CDU ist sogar mehr als die Hälfte der Mitglieder älter als 60. Zum Vergleich: Bei den Grünen liegt das Durchschnittsalter bei rund 49 Jahren, bei der Linken bei rund 39 Jahren. Die AfD kommt auf 54 Jahre im Schnitt.
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