Noch keine Minute auf dem Platz - Degradierter Karazor kämpft weiter um VfB-Chance
Stuttgart – Er spielt beim VfB Stuttgart plötzlich gar keine Rolle mehr. Atakan Karazor (29) verlor im Sommer erst die Kapitänsbinde und dann den Stammplatz. Vom Stammspieler wurde er aber nicht einmal zum sporadischen Einwechsler degradiert, sondern kam in dieser Saison noch kein einziges Mal zum Einsatz.
Ein bitterer Abstieg für den Ex-Kapitän, der trotz aller Rückschläge kämpferisch bleibt und sich in den Trainingseinheiten als Motivator und Anführer gibt. Auch deswegen loben beim VfB alle Karazor und stellen ihm Einsätze in Aussicht. Die Frage ist nur: Wenn nicht nach der Verletzung von Angelo Stiller (25/in Hoffenheim) oder im Zuge der Defensiv-Diskussion im zentralen Mittelfeld vor dem Dortmund-Spiel, wann soll Karazor dann Spielzeit bekommen?
Bei der Niederlage in Hoffenheim (1:2) wurde statt Karazor Talent Yanik Spalt (19) für den angeschlagenen Stiller eingewechselt. Nach dem Deadline-Day-Abgang von Chema (21) zu Brighton konnte Karazor hoffen, in der internen Sechser-Rangordnung einen Platz aufzurücken. Jetzt scheint er noch weiter abgerutscht zu sein.
Trainer Hoeneß sagte zuletzt: „Er wird seine Rolle wieder einnehmen, das steht außer Frage.“ Und weiter: „Ata macht es auch gut, er geht mit der veränderten Situation gut um. Ich hätte ihn ohne Probleme bringen können. Er wird auf seine Spiele kommen.“ Aber ob Karazor nach den Rückschlägen der letzten Wochen noch selbst daran glaubt?
Im Sommer lehnte er einige lukrative Angebote aus dem Ausland ab. Unter anderem Samsunspor und Trabzonspor aus der Türkei und Saudi-Klub Al-Shabab boten für den Abräumer. Karazor hätte beim Wüsten-Klub bis zu fünf Mio. Euro verdienen können, entschied sich aber für einen VfB -Verbleib. Ändert sich seine Situation nicht, dürfte er im Winter über mögliche Angebote noch intensiver nachdenken.
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