Technik: Schleudersitz - Rettung per Raketentreibsatz
Ein F-16-Kampfjet stürzt auf der US-Airbase Spangdahlem ab und geht in Flammen auf.
Der Pilot rettet sich per Schleudersitz.
Wie funktionieren solche Rettungssysteme genau? Schleudersitze sind so etwas wie der Airbag für Kampfjet-Piloten.
Sie können in Notsituationen die letzte Rettung sein.
Es gibt sie von unterschiedlichen Herstellern und in verschiedenen Ausführungen.
Wie solche Sitze funktionieren, erklärt die Bundeswehr exemplarisch am Beispiel des über 100 Kilogramm schweren Schleudersitzes des Eurofighters.
Darin sind den Angaben zufolge 14 Munitionskartuschen verbaut, unter dem Sitz befindet sich ein Raketenmotor, hinten im Sitz ist eine Sauerstoffflasche.
Letztere kann den Piloten oder die Pilotin mit Sauerstoff versorgen.
Teil des Sitzes im Eurofighter ist laut Bundeswehr auch ein sogenanntes Personal Survival Pack mit einem Boot.
Das bläst sich bei einem Aufprall im Wasser automatisch mit Druckluft auf.
System löst binnen Sekunden aus Im Ernstfall geht alles sehr schnell: Nachdem die Schlaufe des Schleudersitzes - der Abzugsgriff sitzt in der Regel zwischen den Beinen - gezogen wurde, dauert es laut Bundeswehr nur wenige Sekunden, bis Pilot und Sitz getrennt und der Fallschirm rausgeschossen wird.
Im Kabinendach des Eurofighters sitzen laut Bundeswehr wiederum zwei Raketenmotoren, die im Notfall das Dach nach hinten abwerfen.
Besonders kompliziert ist die Rettung den Angaben zufolge bei Militärflugzeugen mit zwei Sitzplätzen.
Dann werden die Piloten getrennt nach rechts beziehungsweise links aus dem Flugzeug katapultiert.
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