Viele hohe Vermögen: Erbschaftssteuer so einträglich wie noch nie
Vermögen im Wert von mehr als 141 Milliarden Euro sind im vergangenen Jahr übertragen worden. Für die Steuerbehörden bedeutet dies ein einträgliches Jahr.
Die Einnahmen des deutschen Staates aus der Erbschaft- und Schenkungsteuer sind im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert geklettert. Insgesamt setzten die Finanzverwaltungen 21,4 Milliarden Euro fest, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies ist ein Plus von fast 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der höchste jemals gemessene Wert. Ausschlaggebend war demnach vor allem ein sprunghafter Anstieg bei der Besteuerung sehr großer Vermögensübertragungen von mindestens 20 Millionen Euro. Hier hat sich die festgesetzte Steuer mehr als verdoppelt.
Sowohl die festgesetzte Erbschaftsteuer als auch die Schenkungsteuer erreichten dabei neue Spitzenwerte. Das Steueraufkommen auf Erbschaften erhöhte sich um 57 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2021 lag bei 9,0 Milliarden Euro. Bei den Schenkungen zu Lebzeiten gab es einen noch kräftigeren Zuwachs von gut zwei Drittel auf 8,1 Milliarden Euro. Insgesamt wurde im 2025 Vermögen im Wert von 141,1 Milliarden Euro übertragen, ein Plus von gut 23 Prozent.
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