So groß wie ein Dackel - Der Honigdachs ist das wohl furchtloseste Tier der Welt
Wer diesen Räuber zum ersten Mal sieht, würde kaum einen zweiten Blick riskieren. Gerade einmal bis zu 15 Kilo schwer, kurze Beine, gedrungener Körper. Doch der Honigdachs hat einen Ruf, vor dem selbst deutlich größere Tiere Respekt haben.
Das Wildtier gilt als so furchtlos, dass ihn das Guinness-Buch der Rekorde einst als „furchtlosestes Säugetier der Welt“ führte. Immerhin schreckt der Honigdachs weder vor Löwen noch vor Giftschlangen zurück.
Während viele Tiere bei einem Angriff schnell schwere Verletzungen erleiden, scheint der Honigdachs wie für den Nahkampf gemacht zu sein. Seine Haut ist ungewöhnlich dick, zäh und so locker, dass er sich darin drehen kann. Packt ihn ein Raubtier , kann er sich oft noch herumwinden und zurückbeißen. Genau das macht ihn für Angreifer zu einem unangenehmen Gegner.
Besonders erstaunlich ist, was der Honigdachs frisst. Regelmäßig jagt er Schlangen, darunter auch hochgiftige Arten wie Schwarze Mambas und Kobras. Forscher vermuten: Sein Körper steckt bestimmte Schlangengifte besser weg als der vieler anderer Säugetiere.
Komplett immun ist er allerdings nicht. Dennoch überlebt er Begegnungen, die für andere Tiere oft tödlich enden würden.
Seinen Namen verdankt der Honigdachs einer Vorliebe für Bienenstöcke. Mit seinen langen Krallen bricht er die Nester auf und frisst neben dem Honig auch die nährstoffreichen Larven.
Und wenn Krallen und Zähne einmal nicht reichen? Dann setzt das Tier auf eine letzte Waffe. Ähnlich wie ein Stinktier kann der Honigdachs ein stark riechendes Sekret versprühen, das Feinde auf Abstand halten soll.
Trotz seines harten Images ist auch der Honigdachs verwundbar. Vor allem Jungtiere werden von größeren Räubern erbeutet. Die größte Bedrohung ist und bleibt allerdings der Mensch. Verkehrsunfälle, Fallen und Vergiftungen setzen den Beständen in einigen Regionen zu. Noch gilt die Art zwar nicht als gefährdet, doch Experten beobachten in manchen Gegenden bereits, dass die Bestände zurückgehen.
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