Landtag: Pharmakonzern GSK wegen Schließungsplänen kritisiert
Ministerpräsident Kretschmer findet im Landtag klare Worte zu den Schließungsplänen des Pharmakonzerns GSK in Dresden.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat den britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) für seine Schließungspläne am Dresdner Standort deutlich gerügt. „Ich kritisiere in aller Form zunächst einmal die Art und Weise, wie die Beschäftigten über diese Schließung erfahren haben“, sagte er im Landtag.
Die Beschäftigten hätten nichtsahnend auf dem Hof ihres Betriebes von den Plänen erfahren. „Das ist keine Art und Weise eines Umgangs mit Menschen, die über Jahre und Jahrzehnte zu einem Betrieb, zu einem Unternehmen gestanden haben, in guten wie in schlechten Zeiten.“ „Wir kritisieren auch in aller Form, dass dieses Unternehmen in keiner Weise bemüht ist, neue Produkte an diesen Standort zu bringen (...)“, betonte Kretschmer .
Man hätte auch gemeinsam mit der Regierung und dem hier vorhandenen Ökosystem überlegen können, was man anstelle der Impfdosen produzieren könnte. „Das hat nichts mit Verantwortung für Eigentum zu tun (...) Wer Eigentum hat, ist nach unserer Verfassung auch verpflichtet, sorgsam damit umzugehen.“ GSK will Produktion nach Kanada verlagern GSK hatte in der Vorwoche angekündigt, seinen Standort in Dresden mit knapp 650 Mitarbeitern bis zum Sommer 2028 zu schließen.
Die Produktion von Grippeimpfstoffen soll künftig im kanadischen Standort Ste-Foy gebündelt werden.
Grund seien die weltweit rückläufige Nachfrage sowie bestehende Überkapazitäten, hieß es.
Firmen wie GSK werden bei der nächsten Pandemie gebraucht Kretschmer zufolge müssen sich Deutschland und Europa die Frage stellen, wie ein wichtiger Produktionsstandort für Impfmittel auch in Zukunft erhalten werden kann. „Denn meiner Meinung nach kann unser Land nicht darauf verzichten.
Wir sollten aus der vergangenen Pandemie gelernt haben, als wir in einer absoluten Notsituation gewesen sind.“ Man werde solche Einrichtungen bei der nächsten Pandemie, bei den nächsten Krisen brauchen, betonte Kretschmer und warb für Unterstützung.
Regierungschef mahnt bessere Wettbewerbsbedingungen an Zugleich mahnte Kretschmer bessere Wettbewerbsbedingungen in Deutschland an.
In Deutschland koste eine Kilowattstunde Strom 35 Cent, in Kanada nur 10.
Dort gebe es auch keine kommunale Abwasserrichtlinie der Europäischen Union und keine Verpackungsverordnung.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.