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EU-Spitzen stärken Selenskyj den Rücken

Tagesschau (ARD) ·
EU-Spitzen stärken Selenskyj den Rücken

Gipfel berät zu Ukraine EU-Spitzen stellen sich hinter Selenskyj Stand: 16.10.2026 • 11:57 Uhr

Präsident Selenskyj ist zum EU-Gipfel nach Brüssel gereist - und wird mit Zusicherungen begrüßt. Hilfen bleiben, Sanktionen sind in Arbeit, die EU-Beitrittsverhandlungen kommen voran. Allerdings geht US-Präsident Trump weiter auf Konfrontation.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa haben der Ukraine weitere europäische Hilfe versichert. "Russland versucht alles, um die Energie- und Wasserinfrastruktur zu zerstören, aber wir stehen an Ihrer Seite", sagte von der Leyen bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Brüssel.

Man habe zwar die "Energie-Waffenruhe" von US-Präsident Donald Trump unterstützt. Aber Russland habe diesen nicht eingehalten, sondern die Lage eskalieren lassen, sagte von der Leyen. "Deshalb müssen wir den Druck auf Russland erhöhen." Das 22. EU-Sanktionspaket sei in Arbeit. In Anspielung auf Trumps Diesel-Deal mit Russland sagte die Kommissionspräsidentin: "Und eines ist absolut klar: Wir werden keine Sanktionen aufheben, solange Russland den Krieg nicht beendet".

Ähnlich äußerte sich EU-Ratspräsident António Costa: "Jetzt ist die Zeit, unsere Unterstützung zu verstärken." Die Ukraine könne auf die EU zählen, nicht nur im Krieg gegen Russland, sondern auch für seine Zukunft als Mitglied der Europäischen Union. Bis Jahresende sollen alle Cluster - also zentralen Themengebiete - in den EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine geöffnet werden. Die Ausweitung der Verhandlungen gilt als wichtiges Zeichen, dass sich die ukrainischen Reformanstrengungen lohnen.

Die Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur gehen unvermindert weiter. mehr

Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder beraten am zweiten Tag ihres Gipfeltreffens mit Selenskyj über die weitere Unterstützung im Abwehrkampf gegen Russland. Von der Leyen sagte, man werde über die finanziellen und militärischen Bedürfnisse der Ukraine sprechen.

Selenskyj dankte für den Rückhalt des EU-Rats, der Kommission und der Staats- und Regierungschefs. Die Agenda für den Tag betreffe vor allem den Energiebedarf der Ukraine, so Selenskyj. Man sehe derzeit keine Anzeichen dafür, dass die russische Seite bereit sei, den Krieg zu beenden. Daher müsse sich die Ukraine auf den Winter vorbereiten. Es gehe auch um Luftverteidigung und finanzielle Unterstützung für 2026 und 2027.

EU-Gipfel: Finanzielle und militärische Hilfe für die Ukraine im Fokus tagesschau24, 16.10.2026 • 11:00 Uhr Merz will Mittel für Ukraine aufstocken Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zum Auftakt des EU-Gipfels für eine weitere Aufstockung der Mittel für die Ukraine geworben. "Ich habe heute Morgen in verschiedenen kleineren Treffen dafür plädiert, dass wir alles tun, um der Ukraine auch über den Winter zu helfen, auch im nächsten Jahr zu helfen", sagte Merz.

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