Jugendkriminalität: Sachsen fordert schärfere Regeln bei Jugendgewalt
Das sächsische Kabinett bringt einen Entschließungsantrag in den Bundesrat ein, um bei Jugendgewalt strengere Regeln und eine vertiefte Ursachenforschung zu erreichen.
Sachsen macht die Gewaltkriminalität junger Menschen zum Fall für den Bundesrat .
Nach einem Beschluss des Kabinetts in Dresden soll dazu am 25.
September ein Entschließungsantrag in die Länderkammer eingebracht werden.
Er betont gegenüber der Bundesregierung den besonderen Handlungsbedarf bei der Bekämpfung der Gewaltkriminalität von Kindern und Jugendlichen.
Kriminelle Karrieren von Kindern und Jugendlichen früh stoppen „Die Gewaltkriminalität junger Menschen ist seit einigen Jahren auf einem sehr hohen Niveau.
Das beeinträchtigt das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger erheblich.
Wir müssen deshalb dringend etwas tun, um kriminelle Karrieren von Kindern und Jugendlichen frühzeitig zu stoppen und die Opfer besser zu schützen“, erklärte Justizministerin Constanze Geiert (CDU).
Mit dem Entschließungsantrag wird von der Bundesregierung eine kritische Prüfung der Anwendung des Jugendstrafrechts bei schweren und ideologisch motivierten Gewaltstraftaten verlangt.
Von jungen Leuten verübte Gewaltkriminalität bereitet Sorgen „Die gleichbleibend hohen Zahlen bei der Gewaltkriminalität bei Kindern und Jugendlichen machen uns Sorgen“, sagte Geiert.
Es gebe dringenden Handlungsbedarf.
Nach der polizeilichen Kriminalstatistik des Freistaates seien im Jahr 2016 noch 977 Kinder und Jugendliche, 2020 dann 1.219 und fünf Jahre später schon 2.066.
Kriminelle Verhaltensmuster sollen sich nicht verfestigen Die Justizministerin erinnerte daran, dass der Staat bisher erst ab dem Eintritt der Strafmündigkeit mit dem 14.
Lebensjahr reagieren kann.
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