Insolvenz: Beschäftigte der Grube Teutschenthal schlagen Alarm
Die Grube Teutschenthal ist insolvent.
Beschäftigte drängen die Landesregierung nun zum Handeln.
Das Land sieht zumindest bei der Entsorgung keinen Notstand.
Beschäftigte der insolventen Grube Teutschenthal im Saalekreis haben sich mit einem Hilferuf an die Landesregierung gewandt.
In dem ehemaligen Kali- und Salzbergwerk werden heute unter anderem Rückstände aus Müllverbrennungsanlagen und der Industrie eingelagert.
In einem Brandbrief an Ministerpräsident Sven Schulze sowie Finanz- und Wirtschaftsminister Michael Richter (beide CDU) fordern die Beschäftigten schnelle Entscheidungen für die Zukunft der Grube. „Wir fühlen uns nicht gehört!“, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Zuvor hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet.
Die Insolvenz bedrohe rund 90 Arbeitsplätze.
Land sieht keinen Entsorgungsnotstand Das Land hält die Sorgen der Beschäftigten für nachvollziehbar.
Einen Engpass bei der Entsorgung befürchtet die Landesregierung allerdings nicht.
Es bestünden ausreichend Kapazitäten, ein Entsorgungsnotstand sei nicht erkennbar, teilte das Wirtschaftsministerium auf Anfrage mit.
Nach Angaben der Belegschaft wird in Teutschenthal bis zu ein Drittel der Filterstäube aus Müllverbrennungsanlagen Sachsen-Anhalts entsorgt.
Die Stoffe werden in rund 700 Metern Tiefe eingelagert.
Entscheidung Anfang Oktober erwartet Die GTS Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH hatte Ende Juli Insolvenzantrag gestellt.
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