Wissenschaft: Land investiert Millionen in Forschung für Südwestsachsen
Südwestsachsen war mit VW und Zulieferern bislang eine Hochburg des Automobilbaus in Sachsen.
Doch die Zukunft ist unklar.
Mit Investitionen in die Wissenschaft will der Freistaat selbst gestalten.
Sachsen will den Strukturwandel in der bislang vom Automobilbau geprägten Region Südwestsachsen mit Millionen-Investitionen in die Wissenschaft unterstützen.
Es sei klar, dass der Transformationsprozess nur über Innovation und Investitionen in Forschung gelingen könne, sagte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) nach der Kabinettsitzung in Dresden. „Denn wir alle sehen, wie disruptiv mittlerweile Innovationen stattfinden, wie sich Innovationszyklen immer weiter verkürzen und wie schnell sich dadurch auch Lebenswirklichkeiten ändern, bis hin zur Arbeitswelt.“ Gemkow nannte Forschungsprojekte an den Technischen Universitäten in Chemnitz und Freiberg (Bergakademie), an der Hochschule Mittweida und der Westsächsischen Hochschule Zwickau, an Fraunhofer-Instituten und dem Kurt Schwabe Institut in Meinsberg.
Aber auch Bauvorhaben wie die Modernisierung von Studentenwohnheimen, das KI-Institut in Plauen, das Technikum und neue Hochtechnologiezentrum der Westsächsischen Hochschule oder die Forschungsplattform Kälte- und Energietechnik in Reichenbach gehörten dazu.
TU Chemnitz soll neuen Reinraum erhalten Eine der großen Investitionen sei der seit langem geplante neue Reinraum für Forschung und Technologieentwicklung im Bereich Mikroelektronik und Sensortechnik an der TU Chemnitz.
Das Kabinett habe beschlossen, zur Finanzierung des knapp 68 Millionen Euro teuren Vorhabens nicht abgeflossene EU -Fördermittel zu verwenden.
Bei Zustimmung der Europäischen Kommission könne damit ein Großprojekt realisiert werden, von dem die gesamte Region Südwestsachsen profitiere.
Gemkow wies darauf hin, dass angesichts der Kassenlage der aktuelle Haushalt für alle Akteure im Feld der Hochschulen und Forschungsrichtungen Herausforderungen bereithalte.
Die Regierung sei aber nach wie vor absolut davon überzeugt, in diesen Bereich weiter investieren zu müssen.
Laut Ministerium erfolgen die Investitionen in wissenschaftliche Projekte und Einrichtungen unabhängig vom „Masterplan Südwestsachsen“, der einen Umfang von rund 100 Millionen Euro hat.
Der Plan wird derzeit erstellt und soll den Strukturwandel begleiten.
Hinsichtlich Wissenschaft und Forschung geht es um 79 mit EU-Mitteln geförderte Vorhaben im Maschinen- und Anlagenbau mit einem Volumen von mehr als 80 Millionen Euro.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.