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Damit er nie mehr schweigen muss - Mama tätowiert sich Tastatur für stummen Sohn

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Damit er nie mehr schweigen muss - Mama tätowiert sich Tastatur für stummen Sohn

New Brunswick – Die ersten Worte, die Hunter über das Tattoo seiner Mutter tippte, waren „Mama“ und „Ich liebe dich, Mama“. Der autistische Junge aus Kanada kann nicht sprechen. Deshalb ließ sich Jessica Fletcher (32) eine vollständige Tastatur auf den Unterarm tätowieren – ein permanentes Hilfsmittel, das niemals versagen kann. Als sie ihrem Sohn das frische Tattoo zeigte, griff er sofort nach ihrem Arm und tippte seine ersten Worte.

Die Idee entstand bei einem Frühstück in einem Restaurant. Hunters elektronisches Kommunikationsgerät lud nicht richtig, der Junge konnte seine Essenswünsche nicht mitteilen. Jessica versuchte, ihm das Alphabet aufzuschreiben. Doch Hunter griff selbst zum Stift und schrieb eigenständig „Q W E R T Y“ – die erste Reihe der englischen Tastatur. Seine Mutter vervollständigte das Layout, Hunter nutzte es sofort. Das brachte Jessica Fletcher auf die Idee für das Tattoo. Das berichtet der „Mirror“.

„Später am Abend, vor dem Schlafengehen, benutzte er es, um mir zu sagen: Ich liebe dich, Mama“, erzählt Jessica Fletcher.

Das Tattoo erwies sich schnell als praktisch. Als Hunters elektronisches Kommunikationsgerät kaputtging, nutzte er Jessicas Arm, um Orte zu buchstabieren, die er besuchen wollte – darunter Wörter, die sie ihn zuvor noch nie hatte tippen sehen. Die Tastatur hat auch Tasten für „Ja“ und „Nein“, einen lachenden Smiley und eine „Ich liebe dich“-Taste.

Ein Video von Hunter, wie er das Tattoo benutzt, erreichte mittlerweile bei Facebook über 2 Millionen Aufrufe. Jessica Fletcher postete das Video mit den Worten: „Ich würde meinem Körper tausend Narben geben, wenn ich dadurch meinem Sohn mehr Möglichkeiten geben könnte, zu kommunizieren.“ Die Geschichte soll auch andere Eltern inspiriert haben, sich ähnliche Tattoos stechen zu lassen.

Jessica Fletcher geht mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit, weil sie vor allem eine Botschaft übermitteln will: „Das größte Missverständnis, das ich ausräumen möchte, ist, dass nicht sprechen zu können bedeutet, nicht denken zu können“, sagt sie. Ihre Motivation für das Tattoo erklärt Fletcher so: „Ich finde, ihn auf Technologie zu beschränken, wenn Technologie versagen kann, ist nicht fair ihm gegenüber, denn Kommunikation ist ein Menschenrecht.“ Dass das Tattoo vielleicht albern aussehen könnte, ist ihr vollkommen egal. Fletcher: „Aussehen bedeutet mir nichts, wenn es meinem Sohn eine weitere Möglichkeit zur Kommunikation gibt.“

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