DB-Mitarbeiterin verrät - Mit diesem Trick haben Schwarzfahrer keine Chance mehr
Wer schwarzfährt, macht sich strafbar (§ 265a StGB: Erschleichen von Leistungen). Nach Angaben der Bundesregierung wurden 2024 bundesweit 144.348 Fälle registriert, davon entfielen 97,4 Prozent auf die sogenannte Beförderungserschleichung. Mit einer beliebten Masche haben Schwarzfahrer bei der Deutschen Bahn laut einer Mitarbeiterin aber kaum noch Chancen.
Wer ohne Ticket im ICE unterwegs ist und hofft, sich vor der Kontrolle auf der Zugtoilette verstecken zu können, hat nach Angaben einer DB-Mitarbeiterin kaum noch Erfolg. Eine Bordstewardess aus der DB-Gastronomie berichtet TRAVELBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer), dass diese Methode unter Schwarzfahrern zwar beliebt sei, vom Zugpersonal aber längst erkannt werde.
Anders als an Flughäfen werden Fahrkarten bei der Deutschen Bahn in der Regel nicht vor dem Einstieg kontrolliert. Die Prüfung erfolgt erst während der Fahrt. Genau diesen Ablauf versuchen manche Fahrgäste auszunutzen.
„Schwarzfahrer glauben wirklich, dass sie sich in der Toilette verstecken können und so um die Kontrolle herumkommen“, sagt die Mitarbeiterin. Doch die Masche habe inzwischen „einen Rauschebart“. Wer sich während einer Kontrolle auf dem WC einschließt, falle den Mitarbeitern schnell auf. Dann klopfe das Personal an die Tür und fordere die Person auf, herauszukommen.
Nach Angaben der Bordstewardess folgen darauf häufig Diskussionen. Manche Betroffene berufen sich auf Verdauungsprobleme. Das Zugpersonal warte zwar zunächst ab, müsse in bestimmten Situationen aber reagieren.
Die Mitarbeiterin erklärt, dass verschlossene Zugtoiletten bei Bedarf geöffnet werden können. Neben Zugbegleitern verfügen auch Servicekräfte im Bordrestaurant über entsprechende, meist genormte Vierkantschlüssel. Diese kommen etwa bei Notfällen, technischen Problemen oder Wartungsarbeiten zum Einsatz.
Dabei geht es nicht nur um mögliche Schwarzfahrer. Hält sich jemand ungewöhnlich lange in der Kabine auf, kann auch ein medizinischer Notfall vermutet werden.
Wer ohne gültigen Fahrschein angetroffen wird, muss seine Personalien angeben. Je nach Fall werden ein erhöhtes Fahrgeld und zusätzliche Kosten fällig. Nach Darstellung der Mitarbeiterin zeigen sich Bahn-Mitarbeiter in einzelnen Notlagen zwar mitunter kulant. Welche Folgen drohen, hängt jedoch immer vom konkreten Einzelfall ab.
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