Medizin-Check in Dänemark - Preußens Zidan vor Lyngby-Wechsel
Fast auf den Tag genau vor einem Jahr (31.08.2025) kam Zidan Sertdemir (21) vom FC Nordsjaelland an die Hammer Straße. Mit einer Menge Vorschusslorbeeren im Gepäck. Schließlich hatte er bereits im zarten Alter von 16 (!) seine Bundesliga-Premiere für Bayer Leverkusen gegen Hertha (1:1) gefeiert. Umso erstaunlicher, dass der feine Mittelfeldtechniker in Münster kein Bein an die Erde bekam. Und nun – nach nur 12 tristen Monaten (inklusive Zweitliga-Abstieg) im Adlertrikot – schon wieder mit dem Makel des „Flop-Einkaufs“ auf dem Absprung ist...
Während seine Noch-Kollegen am freien Dienstag die Gelegenheit erhielten, ihre derbe 1:4-Schlappe bei Viktoria Köln vom Sonntagabend zu verarbeiten, machte sich der gebürtige Däne mit türkischen Wurzeln schon früh am Morgen auf den Weg in seine Heimat.
Grund: Erstligist Lyngby Boldklub, aktuell Tabellen-11., zeigt Interesse an seiner Verpflichtung. Hatte ihn nach zahlreichen Gesprächen zum Medizin-Check geladen, der abends durchgeführt werden sollte. Übersteht Sertdemir diesen Gesundheits-TÜV – wovon auszugehen ist – wird er dort anschließend ein neues Arbeitspapier unterschreiben.
Solange die Tinte nicht trocken ist, halten sich die Preußen jedoch bedeckt. Sportdirektor Jan Uphues (38) bestätigt nur: „Auf der Abgaben-Seite könnte sich vielleicht noch etwas tun. Allerdings kann sich das bis Mittwochabend hinziehen.“ Dann nämlich schließt erst in Dänemark, und damit einen Tag später als hierzulande, das Transferfenster.
Obwohl über die Modalitäten bislang Stillschweigen herrscht, spricht viel dafür, dass Sertdemir nicht nur ausgeliehen, sondern – trotz eines gültigen Vertrags bei den „Schwarz-Weiß-Grünen“ bis 2028 – sogar erkauft werden soll. Womit das Ende eines teuren Irrtums endgültig besiegelt wäre...
Klar aber auch: Der zentrale Mittelfeldspieler, für den Münster angeblich rund 200.000 Euro Ablöse hinblätterte, hat definitiv seine Stärken. Er ist passsicher und verfügt über ein gutes Auge. Doch ihm fehlen Explosivität und Antrittsschnelligkeit, die Preußen-Trainer Thomas Wörle (44) von seinen Jungs eingefordert. Bereits in der Vorbereitung fand sich Sertdemir deshalb nur in der B-Elf wieder. In den ersten drei Liga-Partien schaffte er es nicht einmal in den Spieltagskader.
Eine frustrierende Situation für den introvertierten Dänen, der in seiner Heimat nach wie vor zu den größten Talenten gezählt wird. Und von der U16 bis zur U20 für sämtliche Junioren-Auswahlteams seines Landes auflief.
So lässt sich auch erklären, warum er mit einem Marktwert von einer Million Euro aktuell noch immer teuerster Preußen-Profi ist. Zur Wahrheit gehört aber genauso: Als er im Sommer 2025 in Münster als hoffnungsvoller Neuzugang vorgestellt wurde, war sein Marktwert noch doppelt so hoch. Dann aber kam „Zidan“ nur auf 22, überwiegend kurze, Einsätze sowie ein Tor (zum 2:2 im Heimspiel gegen Hannover). Nicht genug, um ernsthaft überzeugen zu können...
Klar dagegen, dass Jakob Korte (23) bei den „Adlerträgern“ bleibt. Die hätten ihn zwar gerne erneut ausgeliehen, doch das „Eigengewächs“ will sich in Münster durchbeißen. Und konnte sich ndeshalb icht ernsthaft für Angebote von Kickers Emden und dem 1.
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