Saisonstart im Basketball: Zweite Chance dank Wildcard: Löwen starten mit Demut
Dass die Löwen in der neuen Bundesliga-Saison dabei sind, ist nicht selbstverständlich.
Und es war auch nicht ganz billig.
Was ist von Braunschweigs Basketballern zu erwarten? Nach einer Saison zum Vergessen standen die Basketball Löwen Braunschweig quasi vor dem Nichts.
Doch dank einer Wildcard konnten die Niedersachsen den sportlichen Abstieg aus der Bundesliga doch noch umgehen - auch weil Welt- und Europameister Dennis Schröder, zugleich Mehrheitsgesellschafter des Clubs, bei der Bereitstellung der dafür notwendigen 800.000 Euro mithalf.
Doch es war nicht Schröder allein, der die Löwen rettete.
Vielmehr sorgte ein breites Bündnis aus Gesellschaftern, Sponsoren, Unterstützern und Fans dafür, dass die Braunschweiger durch die Hintertür doch noch Zutritt zu einer weiteren Spielzeit im Basketball-Oberhaus bekamen.
Ein Zusammenhalt, der auch den nach dem sportlichen Abstieg stark in die Kritik geratenen Geschäftsführer Nils Mittmann stolz macht. „Was mich am meisten gefreut hat, war diesen Rückhalt hier in Braunschweig zu spüren, dass Basketball in Braunschweig erstklassig bleibt.
Das gibt Kraft, ist aber auch Verpflichtung“, sagte Mittmann der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sind glücklich, aber auch demütig, dass wir die Chance bekommen haben, ein weiteres Jahr in der Bundesliga zu spielen.“ Teure Wildcard Doch die Wildcard kann Fluch und Segen zugleich sein.
Schließlich sind die 800.000 Euro Gebühr trotz aller Unterstützung auch eine Belastung für den Club. „Das ist für viele Bundesligisten ein nicht unerheblicher Teil ihres Budgets“, sagte Mittmann und räumte ein: „Wir haben es nicht geschafft, diesen Betrag komplett aus externen finanziellen Mitteln zu bestreiten.
Von daher muss das auch über Kostenersparnisse funktionieren.“ Das machte sich bei der Zusammenstellung des Kaders bemerkbar.
Denn erst kurz vor dem Saisonauftakt gegen die Vet-Concept Gladiators Trier an diesem Samstag (18.30 Uhr/Dyn) konnten die Löwen im US-Amerikaner DeJour Reaves einen neuen Point Guard verpflichten, der auch erst einmal nur einen Vertrag bis zur Länderspielpause im November erhielt.
Fast die komplette Vorbereitung stand Trainer Ramón Díaz so ohne echten Aufbauspieler da.
Holprige Vorbereitung Dass der Kader bis zuletzt noch nicht fertig war, machte sich auch in der Vorbereitung bemerkbar, in der kein Testspiel gewonnen werden konnte.
Mittmann sieht dennoch erste Entwicklungsschritte, wie beim Sieg im Pokal beim Zweitligisten Bremerhaven.
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