Neue Werder-Offensive - Der Fütter-Plan für Füllkrug
Als Verlust eines großen Torjägers wird der 8,5-Mio.-Euro-Wechsel von Romano Schmid (26) zu Italien-Klub Frosinone Calcio nicht in die Werder-Geschichte eingehen. Ganze 18 Treffer in 192 Spielen erzielte der Österreicher, dessen Abschied im Offensiv-Spiel dennoch eine große Lücke reißt. Nahezu jeder Angriff lief über Schmid, der entweder selbst den Abschluss suchte oder die Angreifer bediente. Davon hatte auch Niclas Füllkrug (33) vor seinem Abschied nach Dortmund profitiert. Jetzt ist der Nationalstürmer wieder zurück, aber Schmid weg. Und einen Eins‑zu-eins-Ersatz gibt es nicht.
Die große Frage: Wer soll bei Werder in dieser Saison für Kreativität sorgen und den Lieferservice für Füllkrug , Itten und Co. übernehmen?
Profi-Chef Peter Niemeyer zu BILD: „Wir werden Romanos Abgang im Kollektiv auffangen. Olivier Deman hat eine hohe Flankenqualität, auch Chuki oder Sam können im letzten Drittel den entscheidenden Pass spielen. Ludo bringt ebenfalls Kreativität mit.“
Flanken von Deman, finale Pässe von Chuki und Samuel Mbangula und Ideen von Ludovit Reis. Am ehesten ist der Spanier Chuki baugleich mit Schmid: klein und trickreich, dazu schlägt er gute Standards. Doch er ist ebenso ein Bank-Kandidat wie Mbangula.
Und auch Reis dürfte bei einer Verpflichtung eines neuen Mittelfeld-Spielers zum Ersatz werden. Im Pokal spielte der Ex-Hamburger zuletzt an der Seite von Senne Lynen und Jens Stage, die ebenfalls keine klassischen Kreativspieler sind. Daher sind nun auch die offensiven Außen wie Eren Dinkci, Justin Njinmah und Shooting-Star Paul Erevbenagie gefordert, sich als Vorbereiter in Szene zu setzen.
Niemeyer: „Grundsätzlich werden wir unser Offensiv-Spiel anpassen. Mit Eren und Justin haben wir sehr schnelle Jungs, die ihre Stärken in den Tiefenläufen haben. Auch Paul kann uns das gewisse Etwas geben.“
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