Jubel, Tränen und Gesang vor ihrem Hotel - „Ich lebe!“ Céline schenkt Fans große Dion-Momente
Paris (Frankreich) – Am 12. September ist es in Paris so weit. Céline Dion (58) steht nach sechs Jahren Kampf gegen ihre brutale Krankheit wieder auf einer Bühne. Es wirkt wie ein Wunder – und gerade deshalb ist es kein Wunder, dass sich jeden Tag Hunderte von Dion-Anhängern vor ihrem Hotel versammeln. Sie wollen erleben, wie der Weltstar auf die Straße tritt, um zu den Proben zu fahren. Gesänge, Jubel, Tränen! BILD war dabei, erlebte berührende Szenen.
Die Sängerin lebt mit dem Stiff-Person-Syndrom , eine chronische Autoimmunerkrankung des Nervensystems, die zu Muskelsteifheit und Krämpfen führt. Es ist Samstagmittag (5. September) und Candice steht wie viele andere seit 8 Uhr hinter der Absperrung vor dem Luxushotel „Royal Monceau“. Sie ist 500 Kilometer weit gefahren, um heute hier zu sein. „Ich arbeite als Friseuse, bin langes Stehen gewöhnt. Und für Céline stehe ich noch länger“, sagt sie zu BILD. „Ich liebe ihre Musik und bewundere, wie sie sich zurückgekämpft hat.“
In der Menge steht auch Jean. „Ich habe extra keinen Sommerurlaub genommen, damit ich Céline sehen kann“, sagt der Pariser. Zwei Konzerte will er sich anschauen. Für Noëlla, die extra aus Belgien angereist ist, ist Céline Dion ein Vorbild. Sie sagt zu BILD: „Céline hat nie vergessen, dass sie aus ärmsten Verhältnissen kommt. Sie unterstützt Menschen, denen es nicht so gut geht.“ Dion wuchs als jüngstes von 14 Kindern in Charlemagne bei Montréal (Kanada) auf. 1998 gründete sie mit ihrem Mann René Angélil (†73) eine Stiftung, die sich um kranke und sozial benachteiligte Kinder kümmert.
Warten auf Dion! Aus einem Bluetooth-Lautsprecher laufen währenddessen ihre großen Hits. Seit dem 28. August ist die Sängerin nun in Paris . Einmal am Tag kommt sie aus ihrem Privateingang an der 41 Avenue Hoche des „Royal Monceau“ (DZ: 1800 Euro, Frühstück 70 Euro). Ihre Entourage und sie haben dort die 6. und 7. Etage gemietet.
Dion hat ihre Zwillinge Nelson und Eddy (beide 15) dabei, dazu noch über 15 weitere Personen. Sieben schwarze Mercedes-Vans und eine BMW-Limousine stehen vor dem Hotel permanent abfahrbereit.
Um 18.30 Uhr ist es dann so weit: Dion erscheint am Eingang. Sie tritt auf die Straße, nähert sich bis auf ein paar Meter der Absperrung. Elegant sieht sie in ihrem Lederlook von Givenchy aus, trägt hochhackige Schuhe, die Haare zu einem strengen Dutt. Die Modebibel „Vogue“ in Frankreich spricht bereits von der „Céline Fashion Week“, weil sie immer top gestylt aus dem Hotel kommt. „Céééééline!“ – Erst geht ein gerührtes Kreischen durch die Menge, dann wird der Jubel immer lauter. Die Sängerin steht da, genießt die Atmosphäre, winkt ihren Fans zu, formt mit den Fingern das Herzenssymbol.
Kommt sie heute näher? Gibt es die Möglichkeit, ein Autogramm oder ein Selfie zu bekommen? Leider nein. Dion muss Abstand halten. Nur eine kleine Infektion könnte zu diesem Zeitpunkt das wichtigste Projekt ihres Lebens gefährden. 16 Auftritte sind in der „Plenitude Arena“ angesetzt. Aber Dion wendet sich immer mit ein paar Worten an ihre Anhänger.
Als sie am Freitag aus ihrem Hotel kam, scherzte sie über dieses Mammut-Programm: Wer ein Ticket habe, solle unbedingt bequeme Schuhe anziehen.
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