Podcast „Die Lage – International“: CIA-Chef in Russland: „Europa läuft in diesem Herbst auf eine verschärfte Lage zu“
Der CIA-Chef reist nach Moskau, um Russlands Geheimdienste vor einer Eskalation gegen die Nato zu warnen.
Fürchtet Trump, dass Putin bald einen neuen Krieg in Europa anzettelt? Eine scharfe Warnung an Wladimir Putin vor einer Eskalation gegen die Nato in Europa : Mit dieser Mission hat Donald Trump nach Informationen von US-Medien den Chef des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA, John Ratcliffe, diese Woche nach Moskau geschickt.
Nach Ansicht des Sicherheitsexperten Christian Mölling unterstreicht Ratcliffes Reise den Ernst der Lage. „Ratcliffe ist nach Moskau geflogen, um dem Kreml zu sagen, dass die Amerikaner und die Nato Russlands Aktivitäten sehen und bereit sind, diese zu stoppen“, so Mölling, Senior Advisor beim Brüsseler Thinktank European Policy Center, in der neuesten Ausgabe des stern -Podcasts „Die Lage – International“. „Man hat hier eine Gelegenheit genutzt, die nur sehr selten genutzt wird.“ Ratcliffes Amtsvorgänger hatte im November 2021 auf einer Reise nach Moskau vergeblich versucht, Putin von seinen Plänen für die Vollinvasion der Ukraine abzubringen.
Zuletzt hatten sich die Indizien für eine bevorstehende Mobilmachung in Russland verdichtet.
Gleichzeitig war es in mehreren europäischen Nato-Ländern zu verdächtigen Zwischenfällen mit Drohnen und an Munitionsfabriken gekommen, etwa am Flughafen Leipzig.
Mit Blick auf den Herbst, vor allem auf die Zeit um die US-Zwischenwahlen im November, sagt Mölling: „Wir laufen klar auf eine verschärfte Bedrohungslage zu.“ Mission des CIA-Chefs: „Die Amerikaner eiern zwischen zwei Zielen hin und her“ Trotz der wachsenden Distanz im transatlantischen Verhältnis bereite das Risiko eines neuen Konflikts in Europa der US-Regierung Kopfzerbrechen. „Die Amerikaner eiern zwischen zwei Zielen hin und her“, sagt Mölling . „Einerseits wollen sie mit einem möglichen Konflikt in Europa nichts mehr zu tun haben.
Andererseits wollen sie ihn, wenn es dazu kommt, einigermaßen kontrollieren können.
Das passt nicht zusammen.“ Die Aushöhlung der stabilen transatlantischen Sicherheitspartnerschaft durch die Trump-Regierung mache die Situation zusätzlich brenzlig.
Russland könne die Lage als „günstige Gelegenheit“ begreifen, das Bündnis herauszufordern.
Glücklicherweise gebe es noch einige Regierungsmitglieder in Washington, die wie Ratcliffe entschlossen seien, der Bedrohung entgegenzuwirken.
Das zeigen nach Ansicht Möllings neben Ratcliffes Moskaureise auch die jüngsten Aktivitäten der Nato-Luftstreitkräfte entlang der Ostflanke des Bündnisgebiets, vor allem im Luftraum nahe der russischen Exklave Kaliningrad . „Das ist kein Manöver gewesen, das ist eine Operation gewesen“, so Mölling. „Für eine normale Übung ist es nicht nötig, fünf Tankflugzeuge über Westpolen zu haben.
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