Wahl in Russland: Kremlpartei führt Putins Kriegs-Duma mit Zweidrittelmehrheit
In Russlands neuem Parlament sitzen erstmals auch Dutzende Kriegsteilnehmer.
Die neue Staatsduma gilt für Kremlchef Putin auch als Basis für seinen Kurs der Militärgewalt gegen die Ukraine.
Die für Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine maßgebliche Kremlpartei Geeintes Russland hat bei der Parlamentswahl ihre bisherige Zweidrittelmehrheit in der Staatsduma massiv ausgebaut.
Laut Daten der zentralen Wahlkommission in Moskau kommt die seit mehr als 20 Jahren regierende Partei wohl auf voraussichtlich 355 Mandate - rund 20 mehr als bisher.
Es ist das höchste Ergebnis ihrer Geschichte.
Die Duma hat insgesamt 450 Sitze.
Am Morgen waren mehr als 95 Prozent der Wahlzettel, darunter auch elektronische Stimmabgaben, ausgezählt.
Wahlleiterin Ella Pamfilowa erklärte die von Kremlchef Wladimir Putin unterstützte Partei offiziell zur Siegerin mit 57,83 Prozent der Stimmen.
Bei der Duma-Abstimmung 2021 waren ihr von der zentralen Wahlkommission 49,8 Prozent der Stimmen zugesprochen worden.
Hinzu kommen Direktmandate.
In der Duma sind nur noch vier Parteien vertreten - nicht mehr fünf.
Trotz Fälschung: Ergebnis spiegelt Machtverhältnisse wider Putin dürfte die Wahl, zu der nur linientreue Parteien zugelassen wurden, als klares Signal für die Fortsetzung der Vollinvasion in der Ukraine werten.
Kremlgegner bezeichneten die Abstimmung hingegen als Farce.
Die unabhängige russische Politologin Tatjana Stanowaja meinte, dass es zwar klar „Fälschungen“ gebe und die Partei solch ein Ergebnis nicht habe erzielen können.
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