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Kultur

Seit sechs Jahren vermisst: Neue Hinweise im Fall Scarlett? Experte ist skeptisch

Stern ·
Seit sechs Jahren vermisst: Neue Hinweise im Fall Scarlett? Experte ist skeptisch

Im Fall um die seit sechs Jahren vermisste Scarlett Salice berichtet eine private Suchgruppe von Hinweisen, auf die sie mit Suchhunden gestoßen sei.

Ein Experte ordnet ein.

Können Suchhunde sechs Jahre nach dem Verschwinden eines Menschen noch eine individuelle Spur aufnehmen? Mitglieder einer privaten Hilfsorganisation wollen bei einer Suchaktion auf dem Schluchtensteig erstmals wieder Hinweise auf den Verbleib der vermissten Scarlett Salice gefunden haben - ihre Suchhunde hätten im Bereich des Wildensteinfelsen mehrfach angeschlagen.

Ein Experte mahnt zur Vorsicht.

Der Umwelttechniker Kai-Uwe Goss vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung hält es für ausgeschlossen, dass Hunde nach sechs Jahren noch eine Geruchsspur von Scarlett aufgenommen haben könnten. „Schon nach wenigen Stunden ist eine individuelle Spur unter Freilandbedingungen für Hunde nicht mehr verlässlich verfolgbar“, sagte er.

Nach sechs Jahren könne wissenschaftlich von einer individuellen Spur keine Rede mehr sein.

Menschliche Geruchsspuren sind hochkomplex Nach gängiger Theorie stamme die Duftspur eines Menschen von Hautschuppen, von denen der Körper täglich Millionen verliert, so Goss.

Damit ein Hund eine Spur einer bestimmten Person zuordnen kann, brauche es ein komplexes Muster aus mindestens 20 verschiedenen Molekülarten in einer bestimmten Zusammensetzung.

Sobald sich auch nur ein Teil dieser Moleküle verflüchtige – etwa durch äußere Einflüsse – sei das individuelle Muster zerstört und nicht mehr wiederherstellbar. „Die Suchhunde haben im Bereich des Wildensteinfelsen mehrfach angeschlagen“, sagte der Gründer des Vereins „Finderwille“, Rüdiger Orth.

Nach seinen Angaben reagierten die Suchhunde bei einer seit langem geplanten Suchaktion am Wochenende auf beiden Zugangswegen zum Wildensteinfelsen im Wehratal.

Die Tiere hätten jeweils vor und hinter dem Felsen angeschlagen. „Als wir am Felsen vorbei waren, haben die Hunde nicht mehr angeschlagen und angefangen zu spielen“, erzählt er.

Nicht ausgeschlossen sei daher, dass Scarlett damals abgestürzt sei.

Zuvor hatte die „Badische Zeitung“ über die Suche berichtet.

Reißverschluss gefunden Parallel dazu untersucht die Kriminalpolizei einen Reißverschluss, den Helfer von „Finderwille“ unterhalb des Parkplatzes Schluchtensteig entdeckt hatten.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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