Kurioser Vorschlag: Swingerparty im Rathaus? Stadt braucht offiziellen Antrag
Stadtrat Ferrat nimmt Bürgernähe sehr wörtlich und plant eine Swingerparty im Rathaus Mannheim.
Die Stadt lehnt vorerst ab.
Sie braucht Details und einen offiziellen Antrag - wird Ferrat liefern? Die Stadt Mannheim geht davon aus, dass die von Stadtrat Julien Ferrat angekündigte Swingerparty, die er im Rathaus abhalten möchte, so nicht stattfinden kann.
Der Stadtrat habe trotz entsprechender Aufforderung „keine der gewünschten konkreten Informationen gegeben - weder ein Datum noch einen Raum oder den Bezug der angedachten Veranstaltung zu seinem kommunalpolitischen Mandat“, so eine Sprecherin.
Diese Informationen seien aber nötig, um einen solchen Wunsch überhaupt ernsthaft zu prüfen.
Gruppensex mit Stadtrat als „Nonplusultra an Bürgernähe “ Ferrat habe zudem den dafür notwendigen offiziellen Antrag auf Durchführung der Veranstaltung im Rathaus noch gar nicht gestellt.
Erst dann aber könne überhaupt darüber entschieden werden, sagte die Stadtsprecherin.
Der Stadtrat (Die Mannheimer) begründete dies auf Anfrage damit, dass auch ihm noch Details fehlten: Etwa, wie viele Menschen tatsächlich zu einem solchen Event kommen würden und wann genau die Party gefeiert werden solle.
Sobald er da einen genaueren Überblick habe - auch über die Größe des Raumes, den er benötige - werde er die nächsten Schritte einleiten.
Insgesamt hätten bisher rund 50 Personen Interesse bekundet - die, die er noch nicht kenne, werde er zum Gruppensex-Training einladen. „Gruppensex mit dem Stadtrat dürfte das Nonplusultra an Bürgernähe sein“, so der Stadtrat.
Kontakte zwischen Stadt und Ferrat gibt es, seit er Anfang August seine Pläne in den Medien verkündete und einen Aufruf für das Swingertreffen im Rathaus im Amtsblatt veröffentlichen wollte.
Letzteres hatte die Stadt abgeschmettert.
Mit dem Aufruf könnten für die Leser eventuell irreführende Informationen verbreitet werden, hatte es geheißen.
Auch eine von Ferrat dann überarbeitete zweite Version des Aufrufs wurde nicht zur Veröffentlichung angenommen.
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