EU-Minister beraten in Irland über Ukraine - Zwölf Tote bei Angriffen auf Kiew und Region
Während die Verteidigungsminister der EU in Irland über die weitere Unterstützung für die Ukraine beraten, hat Russland Kiew und seine Umgebung erneut massiv angegriffen.
Die ukrainischen Behörden meldeten am Dienstag mindestens zwölf Tote und mehr als 20 Verletzte. „Russland verstärkt seine Angriffe, um dem ukrainischen Volk so viel Schaden wie möglich zuzufügen und es zu brechen“, sagte die EU-Außenkommissarin Kaja Kallas kurz vor dem Treffen in Wicklow bei Dublin.
Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten am Dienstagmorgen in Kiew etwa ein Dutzend laute Explosionen.
Den ukrainischen Behörden zufolge wurden in Kiew acht Menschen getötet, die meisten von ihnen Bahnmitarbeiter.
Der ukrainische Bahnchef Oleksandr Perzowskyj erklärte, eine Rakete habe ein Eisenbahndepot und weitere Bahnanlagen getroffen.
Sieben Menschen seien getötet worden, sechs von ihnen seien Bahnmitarbeiter gewesen.
Ein weiterer Eisenbahnmitarbeiter sei ins Krankenhaus gebracht worden.
Vier weitere Menschen wurden nach Angaben der ukrainischen Staatsanwaltschaft in der Region Kiew getötet.
Im Vorort Boryspil sei ein Wohnhaus beschädigt worden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, 50 Menschen seien aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht worden.
" Russland plant seine Angriffe immer gezielt so, dass sie so viel Zerstörung im Leben der Menschen wie möglich anrichten“ und das gelinge dem Land nur, „wenn die Luftabwehrkapazitäten unzureichend sind“, ergänzte Selenskyj.
Es sei „sehr wichtig“, dass die Lieferungen zur Stärkung der Luftabwehr „in diesem Herbst zunehmen“.
Selenskyj verurteilte den „russischen Terror“.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, seine Streitkräfte hätten einen „massiven Angriff“ mit Waffen mit großer Reichweite und Drohnen ausgeführt.
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