Jeder kennt dieses Spielzeug - Neue Hoffnung für gefährdete Kult-Firma!
München – Schlümpfe, Pferde, Dinosaurier, Einhörner und Figuren aus Kultserien wie „Biene Maja“ und „Lucky Luke“: Schleich-Spielzeug hat seit Jahrzehnten einen festen Platz in den Kinderzimmern Deutschlands und auch vieler anderer Länder. Jetzt steht der 91 Jahre alte Spielzeugklassiker vor einem Eigentümerwechsel.
Das berichtet die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf Finanzkreise. Entsprechende Pläne wurden bereits bei den Wettbewerbsbehörden in Deutschland und Österreich angemeldet.
Hinter dem komplizierten Finanzgeschäft steckt ein möglicher Befreiungsschlag: Forderungen der Geldgeber sollen in Unternehmensanteile umgewandelt werden. Vereinfacht gesagt: Die Gläubiger bekommen statt eines Teils ihres Geldes jetzt Anteile an Schleich und werden dadurch selbst zu Eigentümern.
Bislang gehört das 1935 in Schwäbisch Gmünd gegründete Unternehmen dem Schweizer Finanzinvestor Partners Group. Der hatte Schleich 2019 übernommen und wollte die Marke international stark ausbauen.
Während der Pandemie boomte das Geschäft zunächst. 2022 setzte Schleich 275 Millionen Euro um. Danach kühlte sich die Nachfrage aber deutlich ab. Verbraucher hielten sich wegen Inflation und gestiegener Preise zurück, zugleich saßen Händler auf hohen Lagerbeständen. 2023 sank der Umsatz um 14 Prozent auf 235 Millionen Euro. 2024 sank er nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ weiter auf rund 220 Millionen Euro .
Schleich reagierte mit einem harten Sparkurs. Den jahrzehntelangen Stammsitz in Schwäbisch Gmünd gab das Unternehmen auf. Seit vergangenem Jahr führt Sanierungsmanager Manfred Ziegler die Geschäfte.
Dabei hellt sich die Lage am Spielzeugmarkt inzwischen wieder auf. Weltweit steigen die Verkäufe deutlich. Der geplante Schuldentausch soll Schleich deshalb finanziell Luft verschaffen und einen Neustart erleichtern. Ob der 91 Jahre alte Spielzeugk lassiker damit dauerhaft zurück auf Wachstumskurs kommt, muss sich allerdings erst zeigen.
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